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Streit um Übergangsfrist bei Online-Glücksspiel bremst neues Gesetz

Redaktionelle Szene zum Thema „Streit um Übergangsfrist bei Online-Glücksspiel bremst neues Gesetz“

Die Verhandlungen über das neue Glücksspielgesetz gehen in die entscheidende Phase, doch bei der geplanten Öffnung des Online-Markts bleibt ein zentraler Punkt umstritten: Sollten Anbieter, die bislang ohne österreichische Lizenz tätig waren, sofort starten dürfen oder zuerst eine Übergangsfrist einhalten müssen? Genau an diesem sogenannten „Cooling-off“ entzündet sich nach den vorliegenden Informationen der Konflikt zwischen Befürwortern einer raschen Marktöffnung und den etablierten Anbietern Admiral und Casinos Austria.

Nach dem aktuellen Stand sind sich die Verhandler zwar einig, dass der Markt grundsätzlich geöffnet werden soll. Offen sind aber noch drei größere Punkte. Einer davon betrifft jene Plattformen, die bisher im Graubereich oder ohne heimische Zulassung operiert haben. Für sie könnte der Zugang zum regulierten Markt ohne Wartezeit möglich sein. Das würde den Wettbewerb auf einen Schlag verändern – und zwar in einem Segment, das in Österreich bisher stark abgeschottet war.

Widerstand kommt vor allem von Admiral und Casinos Austria. Beide Unternehmen drängen demnach darauf, dass neue Anbieter nicht sofort profitieren, wenn sie zuvor ohne österreichische Lizenz aktiv waren. Das „Cooling-off“ soll aus ihrer Sicht verhindern, dass unregulierte Betreiber unmittelbar in den legalen Markt einsteigen und sich damit einen Vorteil gegenüber jenen verschaffen, die bisher schon unter strengeren Vorgaben gearbeitet haben.

Der Streit ist auch wirtschaftlich relevant: Mit dem neuen Gesetz würde nicht nur der Zugang zum Markt neu geregelt, sondern auch der Wettbewerb unter den Anbietern neu geordnet. Für die bestehenden Lizenznehmer geht es um Marktanteile, für neue oder bisher illegale Anbieter um den Zeitpunkt des Markteintritts. Je nach Ausgestaltung könnte das Gesetz damit rasch über die künftige Struktur des Online-Glücksspielmarkts in Österreich entscheiden.

Wie die offenen Punkte im Detail gelöst werden, ist weiter Gegenstand der laufenden Verhandlungen. Klar ist aber bereits jetzt: Die Frage nach der Behandlung bisher illegal tätiger Online-Casinos ist zu einem der heikelsten Punkte im Paket geworden.

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