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E-Autos legen in Österreich zu – doch das Ziel von einer Million bis 2030 bleibt ambitioniert

Redaktionelle Szene zum Thema „E-Autos legen in Österreich zu – doch das Ziel von einer Million bis 2030 bleibt ambitioniert“

Österreichs E-Auto-Markt wächst weiter, doch ob bis 2030 tatsächlich eine Million reine Stromer auf den Straßen fahren, ist offen. Im April lag der Anteil der batterieelektrischen Autos an den Neuzulassungen erstmals bei gut einem Viertel, von Jänner bis Mai kamen sie bereits auf einen deutlich höheren Marktanteil als noch vor einem Jahr. Damit entfernt sich das Elektroauto im heimischen Pkw-Markt zunehmend aus der Nische.

Besonders deutlich ist der Rückgang bei Dieselautos. Von Jänner bis Mai wurden in Österreich 130.273 neue Pkw zugelassen, davon waren nur noch 13.010 Diesel. Benziner und Diesel zusammen kamen in diesem Zeitraum nur mehr auf gut zwei Drittel der Neuzulassungen. Für die Branche ist das ein Hinweis darauf, dass sich der Antriebswandel trotz schwankender Rahmenbedingungen fortsetzt.

Der Aufwärtstrend hält an, obwohl die politischen Signale zuletzt uneinheitlich waren. Auf EU-Ebene wird das ab 2035 geplante Ende für neue Verbrenner seit Monaten immer wieder infrage gestellt oder abgeschwächt diskutiert. Gleichzeitig wurden in mehreren Ländern, auch in Österreich, Förderungen für den Kauf von E-Autos reduziert oder beendet. Dass die Nachfrage dennoch steigt, spricht dafür, dass neben dem Preis inzwischen weitere Faktoren stärker wirken: das dichtere Ladenetz, sinkende Hemmungen bei Reichweite und Alltagstauglichkeit sowie ein wachsendes Modellangebot.

Auch der Privatmarkt gewinnt an Gewicht. Nicht mehr nur Firmenflotten und Dienstwagen treiben die Zulassungen, sondern zunehmend auch private Käuferinnen und Käufer. Branchenbeobachter halten es deshalb für möglich, dass der Anteil reiner Stromer an den Neuzulassungen noch heuer auf 30 Prozent steigen könnte. Für das politische Ziel einer Million E-Autos bis 2030 wäre das ein wichtiger Zwischenschritt – allerdings bleibt die Rechnung anspruchsvoll.

Entscheidend wird sein, ob sich der aktuelle Trend über mehrere Jahre hält. Der Bestand an E-Autos wächst zwar laufend, doch bis zur Million ist es noch ein weiter Weg. Wie schnell Österreich das Ziel erreicht, hängt nicht nur von Förderungen ab, sondern auch von Strompreisen, Ladeinfrastruktur, Restwerten und der Entwicklung bei Verbrennern. Der Markt zeigt derzeit zwar klar nach oben. Ob das Tempo ausreicht, ist aber noch nicht ausgemacht.

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