SOS-Kinderdorf hat mit der Umsetzung jener Empfehlungen begonnen, die eine nach bekannt gewordenen Missständen an mehreren Standorten eingesetzte Reformkommission erarbeitet hat. Das teilte die Organisation am Mittwoch mit. Die Vorgaben seien als erster Schritt zu verstehen.
Carolin Porcham, Geschäftsführerin von SOS-Kinderdorf, bezeichnete den Bericht der Kommission als „Arbeitsauftrag“. Die Organisation wolle die Empfehlungen nicht nur zur Kenntnis nehmen, sondern konkret umsetzen, hieß es. Welche Maßnahmen zuerst greifen sollen, wurde in den vorliegenden Angaben nicht im Detail genannt.
Die Reformkommission war eingesetzt worden, nachdem Vorwürfe und Missstände an mehreren Standorten publik geworden waren. In der Folge stand die Kinder- und Jugendhilfsorganisation unter erheblichem Druck, ihre Strukturen und Abläufe zu überprüfen.
Mit dem nun angekündigten Beginn der Umsetzung reagiert SOS-Kinderdorf auf den Abschluss der Kommissionsarbeit. Der Blick richtet sich damit auf die Frage, wie rasch und in welchem Umfang die Empfehlungen im Alltag der Organisation verankert werden.
SOS-Kinderdorf ist eine der bekanntesten Hilfsorganisationen im Bereich der Kinderbetreuung und Jugendhilfe in Österreich. Die Debatte um die Missstände hatte die Arbeit der Einrichtung zuletzt stark überschattet.









