Nach dem Anschlag in Berlin mit einem Kleintransporter gerät auch in Österreich der Umgang mit islamistischen Gefährdern neu in die Diskussion. In Deutschland wird nach dem Angriff eines 21-Jährigen auf die Menschenmenge des Christopher Street Days über schärfere Überwachungsmaßnahmen beraten. Der Mann war zwar verurteilt, stand aber auf freiem Fuß und galt dennoch als Gefährder.
Die Frage ist, ob eine Fußfessel in solchen Fällen mehr Sicherheit bringen könnte. In der Debatte geht es um die gezielte Überwachung einzelner Gefährder, also von Personen, denen Behörden ein erhöhtes Risiko zutrauen. Trotz bereits bestehender Beobachtung konnte die Tat in Berlin nicht verhindert werden.
Die deutsche Diskussion wirkt nun auch nach Österreich. Hier wird ebenfalls über den richtigen Umgang mit islamistischen Gefährdern gesprochen. Im Zentrum steht dabei, wie gefährliche Personen im Alltag kontrolliert werden können, ohne erst nach einer Tat eingreifen zu müssen.
Nach dem derzeitigen Stand soll bis Herbst eine Einigung über mögliche weitere Schritte her. Ob und in welcher Form eine Fußfessel Teil solcher Maßnahmen werden könnte, ist Gegenstand der laufenden politischen Debatte.









