Das Innenministerium und die Nationalbank starten ein gemeinsames Präventionsprojekt gegen Online-Betrug. Polizistinnen und Polizisten sollen dabei direkt in Schulklassen und Senioreneinrichtungen über aktuelle Betrugsmaschen aufklären – von Phishing und falschen Gewinnspielen bis zum sogenannten Neffentrick.
Das Angebot richtet sich an Schülerinnen und Schüler zwischen 14 und 18 Jahren sowie an ältere Menschen, die besonders häufig Ziel von Betrugsversuchen werden. Für Schulklassen stellt die Nationalbank Unterrichtsmaterial zur Verfügung, die Exekutive übernimmt die Vorträge vor Ort. Eine Anmeldung ist über die Website der Oesterreichischen Nationalbank möglich.
Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) verwies bei der Vorstellung des Projekts auf den starken Anstieg von Anzeigen im Bereich Internetkriminalität und Online-Betrug. Diese seien in den vergangenen zehn Jahren von rund 10.000 auf 63.500 gestiegen. Bereits vor dem offiziellen Start hätten sich mehr als 500 Schülerinnen und Schüler aus 23 Klassen an 14 Schulen angemeldet.
Karner und Nationalbank-Gouverneur Martin Kocher betonten, dass beide Institutionen trotz unterschiedlicher Aufgaben eng zusammenarbeiten. Während das Innenministerium auf Aufklärung und Kriminalitätsbekämpfung setzt, sieht die Nationalbank Finanzbildung und sicheres Bezahlen als Teil ihres Auftrags. Ziel sei es, möglichst viele Menschen zu erreichen, damit Betrugsmaschen nicht erfolgreich seien.
Die Initiative reiht sich in eine Serie von Präventionsmaßnahmen ein, mit denen Behörden und Institutionen auf die wachsende Zahl digitaler Betrugsversuche reagieren. Gerade ältere Menschen gelten dabei als besonders gefährdet, weil Täter häufig mit gefälschten Anrufen, E-Mails oder Nachrichten arbeiten und sich als Angehörige, Bankmitarbeiter oder Amtspersonen ausgeben.









