In New York City werden die Mieten für rund eine Million regulierte Wohnungen vorerst nicht angehoben. Die zuständige Mietkommission beschloss am Donnerstagabend eine Nullrunde für einjährige Mietverträge und ein Plus von 3 Prozent für Verträge über zwei Jahre. Betroffen sind vor allem Wohnungen unter Mietregulierung, die für viele Haushalte in der Stadt den letzten bezahlbaren Wohnraum darstellen.
Die Entscheidung kommt in einer Phase, in der die Wohnkosten in der US-Metropole seit Jahren steigen und der Druck auf Mieterinnen und Mieter enorm ist. Für den designierten Bürgermeister Zohran Mamdani gilt der Beschluss als politischer Erfolg, weil er im Wahlkampf eine stärkere Entlastung bei den Mieten versprochen hatte. Nach Angaben aus der Stadt betrifft die Regelung etwa ein Drittel aller Mietwohnungen in New York.
Die Mietkommission entscheidet jedes Jahr neu über die Anpassung der regulierten Wohnungen. Eigentümerverbände hatten zuletzt vor höheren Betriebskosten und Belastungen für Hausbesitzer gewarnt, während Mietervertreter auf die anhaltende Teuerung bei Mieten, Energie und Lebenshaltungskosten verwiesen. Mit der jetzt beschlossenen Nullrunde soll die Belastung für viele Haushalte zumindest vorläufig nicht weiter steigen.
Regulierte Wohnungen spielen in New York eine zentrale Rolle, weil sie Menschen mit mittleren und niedrigeren Einkommen vor besonders starken Preissprüngen schützen sollen. Die aktuelle Entscheidung dürfte daher weit über den Immobilienmarkt hinaus politische Wirkung entfalten. Sie setzt zugleich ein Signal in einer Stadt, in der die Mieten in den vergangenen Jahren für breite Teile der Bevölkerung zu einem der drängendsten sozialen Probleme geworden sind.









