Russland hat in der Nacht auf Freitag nach eigenen Angaben 28 auf Moskau zufliegende Drohnen abgewehrt. Bürgermeister Sergej Sobjanin erklärte, die Drohnen seien innerhalb von etwa einer Stunde zerstört worden. Angaben zu Opfern oder Schäden in der Hauptstadt gab es zunächst nicht.
Die russische Luftabwehr meldete insgesamt 660 abgeschossene ukrainische Drohnen über mehr als einem Dutzend Regionen. Betroffen gewesen seien unter anderem die Region Moskau und die annektierte Halbinsel Krim, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Die Zahl zählt nach russischen Angaben zu den höchsten seit Beginn des Kriegs.
Auch Region Tula betroffen
Bei einem weiteren Angriff in der Region Tula wurde nach Angaben des Gouverneurs Dmitri Miljajew eine Industrieanlage in der Stadt Nowomoskowsk beschädigt. Um welche Anlage es sich handelte, blieb offen. Miljajew schrieb auf Telegram zudem von beschädigten Stromleitungen und einer verletzten Frau. In der Gegend liegen mehrere große Chemiewerke.
Die Ukraine hat ihre Angriffe mit Langstreckendrohnen auf russischem Gebiet in den vergangenen Monaten deutlich ausgeweitet. Im Fokus stehen dabei immer wieder Energieinfrastruktur, darunter Raffinerien, Öldepots und Häfen. Kiew begründet die Attacken damit, dass diese Anlagen die russische Kriegsfinanzierung stützen.
Die Angaben der Kriegsparteien lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Russland und die Ukraine melden regelmäßig gegensätzliche Zahlen zu Angriffen und Abwehrerfolgen.









