Extrig.at

Die unabhängige Onlinezeitung für Österreich

Gesundheitsministerin setzt auf neuen Fonds für mehr Primärversorgungszentren

Redaktionelle Szene zum Thema „Gesundheitsministerin setzt auf neuen Fonds für mehr Primärversorgungszentren“

Die Steiermark will bis 2030 mehr als 40 Primärversorgungszentren aufbauen, bundesweit könnte der Ausbau aber noch deutlich weitergehen. Gesundheitsministerin Korinna Schumann verweist auf einen neuen 500-Millionen-Euro-Fonds des Bundes, mit dem sich die Zahl der steirischen Zentren nach ihren Worten auf mehr als 50 erhöhen könnte.

Primärversorgungszentren gelten als zentrales Element der laufenden Reform des niedergelassenen Bereichs. Sie sollen Patientinnen und Patienten einen rascheren Zugang zu Allgemeinmedizin, Pflege und weiteren Gesundheitsberufen ermöglichen und gleichzeitig Ordinationen entlasten. Vor allem in Regionen mit Ärztemangel und langen Wartezeiten wird der Ausbau als Möglichkeit gesehen, Versorgungslücken zu schließen.

Die von Schumann angesprochene Bundessumme ist für den weiteren Aufbau solcher Zentren vorgesehen. Damit sollen Projekte finanziell besser abgesichert und die Gründung neuer Standorte erleichtert werden. In der Steiermark, wo bereits ein größerer Ausbau geplant ist, könnte der Fonds den ohnehin avisierten Kurs zusätzlich beschleunigen.

Für das Bundesland wäre das auch gesundheitspolitisch relevant: Mehr Primärversorgungseinheiten bedeuten nicht nur zusätzliche Anlaufstellen für die Bevölkerung, sondern auch eine stärkere Verlagerung von einfachen und planbaren Behandlungen aus dem Spitalsbereich. Das soll helfen, Ambulanzen zu entlasten und die Versorgung wohnortnäher zu organisieren.

Wie viele Zentren tatsächlich entstehen, hängt nun von den konkreten Projekten und deren Umsetzung ab. Mit dem neuen Fonds setzt die Bundesregierung jedenfalls auf mehr Tempo beim Ausbau eines Modells, das in Österreich zuletzt an Bedeutung gewonnen hat und vor allem im ländlichen Raum als Antwort auf die angespannte Versorgungslage gilt.

Diesen Artikel teilen