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Mehrwertsteuer auf viele Lebensmittel halbiert – Handel verspricht Preisweitergabe

Redaktionelle Szene zum Thema „Mehrwertsteuer auf viele Lebensmittel halbiert – Handel verspricht Preisweitergabe“

Seit 1. Juli ist die Mehrwertsteuer auf viele Lebensmittel in Österreich von 10 auf 4,9 Prozent gesenkt. Nach Berechnungen soll sich eine durchschnittliche Familie dadurch rund 100 Euro im Jahr ersparen. Der Handel kündigt an, die Entlastung vollständig an die Kundinnen und Kunden weiterzugeben.

Die Maßnahme betrifft vor allem Grundnahrungsmittel und Waren des täglichen Bedarfs. Für Konsumenten ist der Effekt an der Kassa aber nicht automatisch bei jedem Produkt gleich sichtbar: Entscheidend ist, ob ein Artikel tatsächlich unter die reduzierte Steuer fällt. Genau hier gibt es nach Angaben aus dem Handel und aus der Praxis der Preisauszeichnung teils ungewöhnliche Abgrenzungen.

Entlastung bei vielen Produkten, aber nicht überall

Die Senkung der Steuer betrifft nicht den gesamten Supermarkt-Warenkorb. Ausgenommen bleiben jene Produkte, die weiterhin dem regulären Steuersatz unterliegen oder steuerlich anders behandelt werden. Für Käufer heißt das: Nicht jeder Preis, der im Regal nach Ersparnis aussieht, sinkt auch in gleichem Ausmaß. Bei einigen Waren können Mischformen, Rezepturen oder Verpackungsgrößen den Unterschied machen.

Der angekündigte Vorteil von rund 100 Euro pro Jahr basiert auf einer durchschnittlichen Familie und einem typischen Einkaufsverhalten. Wie viel tatsächlich übrig bleibt, hängt daher stark davon ab, wie viel von den begünstigten Lebensmitteln gekauft wird. Haushalte mit höherem Anteil an Basisprodukten dürften stärker profitieren als solche mit einem breiteren Warenkorb.

Worauf beim Einkauf zu achten ist

Für Konsumenten ist vor allem die Preisauszeichnung entscheidend. Weil die Steuervergünstigung nur für bestimmte Lebensmittel gilt, lohnt sich ein genauer Blick auf einzelne Produkte und Packungsgrößen. Der Handel steht nun unter Beobachtung, ob die Senkung an der Kassa tatsächlich vollständig ankommt oder ob sie bei manchen Artikeln durch andere Preisentwicklungen überlagert wird.

Politisch ist die Maßnahme auch ein Signal in Richtung Teuerungsbekämpfung. Lebensmittelpreise waren in den vergangenen Jahren ein zentraler Treiber der Inflation und haben vor allem Haushalte mit niedrigem Einkommen belastet. Mit der halbierten Steuer auf viele Grundnahrungsmittel soll die Alltagsbelastung nun spürbar sinken.

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