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Zeugen im Prozess um Straches „Lebensversicherung“: Gudenus und FPÖ-Politiker sollen aussagen

Redaktionelle Szene zum Thema „Zeugen im Prozess um Straches „Lebensversicherung“: Gudenus und FPÖ-Politiker sollen aussagen“

Im Untreue-Prozess gegen Heinz-Christian Strache sind am Dienstag am Landesgericht Wien weitere Zeugen zur sogenannten Causa Lebensversicherung befragt worden. Im Mittelpunkt stand dabei der frühere FPÖ-Volksanwalt Peter Fichtenbauer, der sich zunächst an das Dokument nicht erinnern wollte, mit dem Strache als Begünstigter im Erlebensfall der Lebensversicherung eingetragen worden sein soll.

Der Vorsitzende Richter reagierte irritiert auf die Erinnerungslücken des einstigen Parteipolitikers. Fichtenbauer erklärte schließlich, er habe Kanzleiräumlichkeiten und Schreibkraft für die Vereinbarung zur Verfügung gestellt. Wer den Text aufgesetzt habe, wisse er aber nicht. Im Verlauf der Befragung wurde der frühere Volksanwalt auskunftsfreudiger, wirkte aber zeitweise verunsichert und schränkte seine Angaben immer wieder mit dem Hinweis ein, sich nicht genau erinnern zu können.

Nach der Mittagspause entschlug sich Fichtenbauer schließlich wegen möglicher Selbstbelastung der Aussage. Damit blieb offen, wie genau das Dokument zustande kam, das Strache in der Lebensversicherung als Begünstigten vorsah. Die Verhandlung drehte sich damit weiter um die Frage, welche Rolle frühere Parteifreunde bei der Konstruktion der Vereinbarung gespielt hatten.

Am Mittwoch sollen weitere prominente FPÖ-Politiker befragt werden, darunter Dominik Nepp, Harald Vilimsky und Hilmar Kabas. Auch Ex-Parteifreund Johann Gudenus war im Zeugenstand. Die Causa Lebensversicherung ist Teil des Untreue-Verfahrens gegen den früheren Vizekanzler und FPÖ-Chef Strache und gehört zu jenen Verfahren, die den Umgang mit Parteistrukturen und finanziellen Vereinbarungen in der FPÖ aufarbeiten.

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