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Trockenheit und Hitzestress belasten Bauern stärker als die Temperatur selbst

Redaktionelle Szene zum Thema „Trockenheit und Hitzestress belasten Bauern stärker als die Temperatur selbst“

Rekordtemperaturen setzen derzeit heimischen Feldern und Obsthainen zu, doch für viele Betriebe ist die Hitze nicht das größte Problem. Entscheidend sind vielmehr Trockenheit, Wassermangel und die Belastung für Pflanzen und Arbeitskräfte, die in diesen Tagen zusammenkommen. Ein Landwirt und ein Experte der Landwirtschaftskammer Oberösterreich verweisen darauf, dass die hohen Werte zwar spürbar sind, die eigentlichen Schäden aber an anderer Stelle entstehen.

Auf den Feldern verschärft die anhaltende Trockenheit die Lage. Wenn Böden austrocknen, können Pflanzen Wasser schlechter aufnehmen, die Verdunstung steigt und Kulturen geraten rasch unter Stress. Besonders in Obstanlagen reagieren Früchte empfindlich auf eine Kombination aus Sonne, fehlender Feuchtigkeit und hohen Temperaturen. Für Landwirte bedeutet das mehr Aufwand bei Bewässerung, Kontrolle und Ernteplanung.

Auch für die Mitarbeiter auf den Höfen ist die Situation belastend. Arbeit im Freien wird bei solchen Bedingungen körperlich anstrengender, Pausen und Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung werden wichtiger. In der Praxis geht es damit nicht nur um Wetter, sondern um die Frage, wie der Betrieb unter Extrembedingungen organisiert werden kann.

Für die Landwirtschaft ist das kein Randthema mehr. Immer häufiger müssen Betriebe auf Wetterextreme reagieren, die in kurzer Folge auftreten: erst Hitze und Trockenheit, dann wieder Starkregen oder Gewitter. Genau diese Schwankungen machen die Planung schwierig, weil sie Ernte, Bodenbearbeitung und Pflanzenschutz beeinflussen.

Die aktuelle Lage zeigt damit ein bekanntes Muster: Nicht allein die Temperaturanzeige entscheidet über die Schäden auf dem Acker, sondern das Zusammenspiel aus Hitze, Wasserversorgung und Dauer der Belastung. Wo Wasser fehlt, werden selbst noch so kurze Hitzephasen schnell zum wirtschaftlichen Risiko.

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