Die anhaltende Dürre setzt Österreichs Wasserkraft unter Druck. Die Donau führt derzeit nur rund ein Drittel ihrer üblichen Wassermenge, die Stromproduktion aus Wasserkraft liegt aktuell etwa 30 Prozent unter dem Schnitt. Für das Land mit hohem Wasserkraftanteil ist das spürbar, weil damit ein zentraler Teil der heimischen Stromerzeugung wegfällt.
Während in anderen Ländern bereits Atomkraftwerke wegen des niedrigen Wasserstands gedrosselt werden, läuft die österreichische Wasserkraft zwar weiter, aber mit deutlich geringerer Leistung. Der historische Tiefstand der Donau zeigt, wie stark sich die Trockenheit auf die Energieversorgung auswirken kann. Besonders in den Sommermonaten schlägt sich das unmittelbar in der Strommenge nieder, die aus Flüssen gewonnen wird.
Die schwächere Produktion trifft nicht nur die Energiebranche. Auch die Industrie beobachtet die Lage genau, weil viele Anlagen Flusswasser zur Kühlung benötigen. Sinkende Wasserstände können damit nicht nur die Stromerzeugung, sondern auch den laufenden Betrieb einzelner Produktionsstätten belasten.
Für den Strommarkt bedeutet das vor allem eines: Wasserkraft steht derzeit weniger verlässlich zur Verfügung als in einem durchschnittlichen Jahr. Ob und in welchem Ausmaß das am Ende für Preise und Versorgung relevant wird, hängt davon ab, wie lange die Niedrigwasserphase anhält und wie sich die Lage an den Flüssen weiter entwickelt.









