Die heimische Wirtschaft dürfte heuer wieder leicht wachsen, kommt aber nur langsam aus der langen Flaute. Nach der aktuellen Konjunkturprognose liegt das Plus bei 0,9 Prozent. Damit zeichnet sich zwar eine Stabilisierung ab, von einem kräftigen Aufschwung kann aber weiter keine Rede sein.
Besonders deutlich zeigt sich der Unterschied zwischen den Branchen. Während sich Teile der Wirtschaft aus dem Tief lösen, bleibt die Bauwirtschaft weiterhin unter Druck. Hohe Finanzierungskosten, verhaltene Investitionen und die schwache Nachfrage belasten den Sektor nach wie vor. Gerade dort hatte die Rezession zuletzt besonders tiefe Spuren hinterlassen.
Erholung bleibt fragil
Die Prognose deutet darauf hin, dass die Talsohle zwar durchschritten sein könnte, die Erholung aber nur zögerlich verläuft. Das moderate Wachstum reicht vorerst vor allem dazu, den Rückstand der vergangenen Monate und Jahre etwas zu verkleinern. Für Betriebe bedeutet das weiterhin ein Umfeld mit wenig Dynamik und unterschiedlichen Entwicklungen je nach Branche.
Für die Gesamtwirtschaft ist das kleine Plus ein Signal der Entspannung, nicht aber der Entwarnung. Die Nachfrage zieht nur langsam an, viele Unternehmen bleiben bei Investitionen vorsichtig. Ob sich aus der aktuellen Stabilisierung ein breiterer Aufschwung entwickelt, hängt auch davon ab, wie rasch sich das internationale Umfeld und die heimische Baukonjunktur erholen.









