Der Sporthändler Hervis schließt heuer 17 seiner derzeit 93 Filialen in Österreich. Rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind davon betroffen. Nach Angaben des Unternehmens sollen die Standorte im Laufe des Jahres 2026 geschlossen werden, weil sie nicht ertragsbringend zu betreiben seien.
Hervis gehört seit dem Verkauf des Auslandsgeschäfts nicht mehr zum Handelskonzern Spar. Anfang des Jahres übernahmen die deutschen Investoren Sven Voth und Udo Schloemer den defizitären Sporthändler. Mit der aktuellen Filialbereinigung setzt das neue Eigentümerduo einen ersten harten Sanierungsschritt im heimischen Netz.
Nach Unternehmensangaben wurde gemeinsam mit Betriebsrat und Gewerkschaft ein Sozialplan ausgearbeitet. Damit sollen die Folgen für die Beschäftigten abgefedert werden. Wie viele Standorte konkret betroffen sind, verteilt sich laut den Angaben auf das gesamte Bundesgebiet; die Schließungen betreffen damit einen spürbaren Teil des österreichischen Filialnetzes.
Die Reduktion um 17 Standorte entspricht knapp einem Fünftel des bisherigen Filialbestands. Für den Sporthandel ist das ein klares Signal, dass der neue Eigentümer die Kostenbasis rasch an die wirtschaftliche Lage anpasst. Für die betroffenen Beschäftigten bedeutet das allerdings einen erheblichen Einschnitt in einem ohnehin unter Druck stehenden Handelsumfeld.
Hervis war über Jahre Teil des Spar-Konzerns, ehe das Auslandsgeschäft Anfang 2026 verkauft wurde. Die Marke bleibt in Österreich damit zwar präsent, verliert aber einen deutlichen Teil ihres Filialnetzes. Für den heimischen Sportartikelhandel dürfte die Entwicklung auch über das Unternehmen hinaus Folgen haben, weil zusätzliche Flächen und Standorte vom Markt verschwinden.









