Wien will Kurzzeitvermietungen wie Airbnb weiter einschränken und damit die Umwandlung von Wohnungen in touristische Unterkünfte bremsen. Die Stadt setzt dabei auf strengere Vorgaben und höhere Strafen, um Wohnraum stärker vor spekulativer Nutzung zu schützen. Rückendeckung kommt aus der EU-Rechtslage, die strengere Regeln für Plattformen und Vermietungen grundsätzlich zulässt.
Im Kern zielt die Stadt auf jene Vermietungen, die Wohnungen über längere Zeit dem regulären Wohnungsmarkt entziehen. In Wien ist das Thema seit Jahren politisch brisant, weil die Mieten am angespannten Markt steigen und jeder zusätzliche Quadratmeter Wohnraum als relevant gilt. Kurzzeitvermietungen stehen dabei besonders im Fokus, weil sie in beliebten Bezirken hohe Renditen versprechen und damit Anreize für Investoren schaffen.
Die neuen Vorgaben sollen nach dem Willen der Stadtverwaltung vor allem die Zweckentfremdung von Wohnraum erschweren. Wer gegen die Regeln verstößt, soll empfindlich zur Kasse gebeten werden können. In den vergangenen Jahren hatte Wien bereits mehrfach an der Schraube gedreht, zuletzt mit Einschränkungen für die gewerbliche Kurzzeitvermietung in Wohnzonen. Nun folgt die nächste Verschärfung.
Politisch passt die Linie zur Wiener Wohnbau- und Mietpolitik, die seit Jahren auf eine starke Regulierung des Marktes setzt. Die Stadt argumentiert, dass Wohnungen in erster Linie zum Wohnen da seien und nicht als Anlageobjekte für kurzfristige Touristenvermietungen dienen sollten. Besonders in innerstädtischen Lagen und in stark nachgefragten Grätzeln gilt das als Hebel gegen Verdrängung und gegen steigenden Druck auf den Mietmarkt.
Für Plattformen wie Airbnb, aber auch für private Vermieter und gewerbliche Betreiber von Apartments, bedeutet die Verschärfung mehr Aufwand und höhere rechtliche Risiken. Wer Wohnungen regelmäßig kurzzeitig anbietet, muss sich künftig noch genauer an die Wiener Vorgaben halten. Für den lokalen Wohnungsmarkt ist das Signal klar: Wien will den Spielraum für touristische Vermietung weiter verkleinern und Wohnraum stärker sichern.









