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Welche Versicherungen im Leben wirklich wichtig sind

Redaktionelle Szene zum Thema „Welche Versicherungen im Leben wirklich wichtig sind“

Wer Familie gründet, Angehörige pflegt oder beruflich stärker eingebunden ist, braucht oft andere Versicherungen als in jungen Jahren. Mit den Lebensumständen verschieben sich auch die Risiken – und damit die Frage, welche Absicherung tatsächlich nötig ist und welche nur Kosten verursacht.

Versicherungsmaklerin Susanne Kondziolka-Bloch, die seit mehr als 20 Jahren Kundinnen und Kunden begleitet, beschreibt vor allem bei Frauen eine häufige Unterversicherung. Der Grund liege oft nicht an fehlendem Interesse, sondern an knappen Zeitressourcen: Job, Kinder und später mitunter auch Pflegeverantwortung für Angehörige ließen wenig Raum, die eigene Vorsorge systematisch zu überprüfen.

Was in welchen Lebensphasen zählt

Am Anfang des Lebens stehen meist grundlegende Risiken im Vordergrund: Krankheit, Unfall und die Absicherung der Hinterbliebenen im Ernstfall. Später rücken Einkommen, Familie und Wohneigentum stärker in den Fokus. Wer finanzielle Verpflichtungen wie Kredite oder laufende Fixkosten hat, sollte prüfen, ob eine passende Lebens-, Unfall- oder Berufsunfähigkeitsabsicherung sinnvoll ist.

Mit Kindern verändern sich die Prioritäten erneut. Dann geht es nicht nur um die eigene Arbeitskraft, sondern auch darum, ob ein Haushalt im Fall von Krankheit oder Tod eines Elternteils finanziell stabil bleibt. Gerade hier wird deutlich, dass Versicherungen nicht alle Lebensrisiken abdecken können, aber den Schaden begrenzen sollen, wenn etwas Unvorhergesehenes passiert.

Frauen besonders im Blick

Der Verweis auf Frauen ist in der Vorsorge kein Nebenaspekt. Wer wegen Teilzeit, Karriereunterbrechungen oder Familienarbeit geringere Ansprüche aufbaut, hat im Ernstfall oft weniger finanziellen Spielraum. Deshalb raten Fachleute dazu, nicht nur auf bestehende Policen zu schauen, sondern auch auf die Absicherung der eigenen Arbeitskraft und der späteren Pension.

Gerade bei längeren Erwerbsunterbrechungen kann die Lücke zwischen Bedarf und tatsächlicher Absicherung groß werden. Entscheidend ist daher, Versicherungen regelmäßig an die jeweilige Lebenssituation anzupassen statt einmal abgeschlossen und dann jahrelang unverändert laufen zu lassen.

Warum der laufende Check zählt

Ob am Beginn des Berufslebens, in der Familienphase oder im Alter: Der Bedarf an Versicherungsschutz verändert sich laufend. Wer Verträge nur nach dem Preis auswählt, riskiert Lücken an den entscheidenden Stellen. Wer sie hingegen an Einkommen, Verantwortung und Vermögen anpasst, kann Risiken gezielter absichern.

Der Kern bleibt dabei derselbe: Versicherungen sollen nicht jedes Lebensrisiko beseitigen, sondern finanzielle Folgen beherrschbar machen. Genau deshalb lohnt sich der Blick auf die eigene Absicherung immer dann, wenn sich das Leben sichtbar verändert.

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