Die Europäische Zentralbank (EZB) hat zehn Entwürfe für eine neue Serie von Euro-Banknoten vorgelegt und startet dazu eine Online-Befragung in der EU. Bis 21. September können Bürgerinnen und Bürger darüber abstimmen, welche Gestaltung ihnen am besten gefällt. Eine Entscheidung über das künftige Aussehen der Scheine soll laut EZB-Rat erst später fallen.
Die Umfrage ist Teil des Projekts für neue Banknoten, das die EZB seit längerem vorbereitet. Es geht dabei nicht nur um ein neues Erscheinungsbild, sondern auch um die Frage, wie die Geldscheine in den kommenden Jahren gestaltet werden sollen. Die derzeitigen Euro-Banknoten zeigen noch fiktive Brücken, Fenster und Tore. Mit der neuen Serie will die Notenbank den Scheinen ein modernes und zugleich europäisch anschlussfähiges Design geben.
Nach Angaben der EZB umfasst die Auswahl zehn Motive, aus denen sich die Öffentlichkeit ein Bild machen kann. Die Teilnahme an der Online-Umfrage ist in allen EU-Ländern möglich. Der EZB-Rat soll nach Abschluss des Verfahrens einen Vorschlag auswählen; als grober Zeithorizont wird dafür Ende 2026 genannt.
Bis die neuen Banknoten tatsächlich im Alltag auftauchen, dürfte es allerdings noch dauern. Nach der Auswahl des Siegerentwurfs folgen üblicherweise weitere technische und organisatorische Schritte, bevor gedruckt und ausgegeben werden kann. Für die Notenbank ist das Projekt auch ein Signal, die Gemeinschaftswährung optisch zu erneuern, ohne an den Sicherheitsanforderungen der Banknoten etwas zu ändern.
Die jetzige Serie bleibt vorerst im Umlauf. Erst wenn die EZB die neue Gestaltung festgelegt und die Einführung vorbereitet hat, werden die alten Scheine schrittweise ersetzt. Für Verbraucherinnen und Verbraucher ändert sich damit kurzfristig nichts an der Nutzung des Bargelds, wohl aber an der Frage, wie Euro-Banknoten in Zukunft aussehen werden.









