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VW-Druck setzt heimische Autozulieferer unter Zugzwang

Redaktionelle Szene zum Thema „VW-Druck setzt heimische Autozulieferer unter Zugzwang“

Die neuen Sparpläne von Volkswagen setzen heimische Autozulieferer unter Zugzwang. Der deutsche Konzern will laut den jüngsten Ankündigungen weiter an der Kostenschraube drehen, bis zu 50 Prozent der Modelle streichen und auch die Ausstattungsvarianten deutlich reduzieren. Für Zulieferbetriebe, die stark vom VW-Geschäft abhängen, wächst damit die Sorge vor weniger Aufträgen und sinkenden Produktionsvolumina.

Volkswagen kämpft seit Monaten mit schwächerer Nachfrage, hohen Kosten und dem Druck, die Margen in seinem Kernmarkt Europa zu stabilisieren. Der Konzern hatte zuletzt wiederholt auf eine breite Modellpalette und komplexe Variantenstrukturen verwiesen, die Produktion und Entwicklung verteuern. Mit der geplanten Reduktion will VW offenbar Prozesse vereinfachen und die Fertigung straffen.

Für die österreichische Zulieferindustrie kommt die Entwicklung in einer ohnehin angespannten Phase. Viele Betriebe der Branche arbeiten entlang internationaler Lieferketten und sind direkt oder indirekt an große deutsche Autohersteller gebunden. Wenn ein Konzern wie Volkswagen Modelle und Ausstattungen zurückfährt, kann das rasch Auswirkungen auf Bauteile, Entwicklung, Logistik und Werk ausgelöste Folgeaufträge haben.

Besonders heikel ist das für Unternehmen, die Komponenten für spezifische Plattformen oder Modellreihen liefern. Werden Varianten gestrichen, sinkt oft der Bedarf an Teilen, die nur für bestimmte Ausstattungen, Motorisierungen oder Sonderpakete benötigt werden. Auch langfristige Investitionen in neue Fertigungslinien geraten dadurch stärker unter Druck.

Die Autoindustrie in Europa steht unter mehreren Belastungen zugleich. Neben der konjunkturellen Schwäche kommen hohe Energie- und Personalkosten, der Umstieg auf Elektromobilität sowie ein intensiver Wettbewerb mit asiatischen Herstellern hinzu. Für Zulieferer bedeutet das: Sie müssen parallel effizienter werden und sich technologisch neu aufstellen, während große Kunden ihre Einkaufsmacht noch konsequenter ausspielen.

Volkswagen zählt für zahlreiche heimische Betriebe zu den wichtigsten Auftraggebern im Auslandsgeschäft. Entsprechend genau werden in Österreich die weiteren Schritte des Konzerns beobachtet. Welche Modelle tatsächlich wegfallen und wie stark sich die Kürzungen in den einzelnen Werken und Lieferketten auswirken, dürfte für die Branche in den kommenden Monaten zur entscheidenden Frage werden.

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