Volkswagen hat im zweiten Quartal 2025 einen kräftigen Gewinneinbruch verbucht. Das Konzernergebnis nach Steuern sank von April bis Juni um 32,9 Prozent auf 1,54 Milliarden Euro, teilte der Autobauer in Wolfsburg mit. Im Vorjahresquartal hatte VW noch 2,29 Milliarden Euro verdient.
Der Rückgang fällt in eine Phase, in der der Konzern bereits über weitere Einschnitte beim Personal diskutiert. Mitte Juli hatte Konzernchef Oliver Blume angekündigt, dass bis 2030 weltweit bis zu 50.000 Stellen bei Volkswagen auf dem Spiel stehen können. Damit versucht der Konzern, seine Kostenbasis angesichts des schwächeren Umfelds und des harten Wettbewerbs vor allem im E-Auto-Geschäft zu senken.
Für Europas größten Autobauer ist der aktuelle Gewinneinbruch vor allem deshalb relevant, weil er zeigt, wie stark der Druck auf die Ertragslage bleibt. Volkswagen kämpft seit längerem mit hohen Umbau- und Investitionskosten, zugleich belastet die Konjunkturschwäche in wichtigen Absatzmärkten die Nachfrage. Besonders im Massenmarkt ist der Preisdruck hoch, während die Umstellung auf Elektromobilität und Software zusätzliche Ausgaben erfordert.
Im Vorquartal hatte der Konzern bereits schwächere Zahlen gemeldet. Der erneute Rückgang unterstreicht, dass die Lage für den VW-Konzern trotz seiner Größe angespannt bleibt. Für die Belegschaft und die Standorte in Deutschland dürften die laufenden Spar- und Personaldebatten daher weiter im Mittelpunkt stehen.









