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Viele Israelis bewerten Krieg gegen Iran als Fehlschlag

Redaktionelle Szene zum Thema „Viele Israelis bewerten Krieg gegen Iran als Fehlschlag“

Eine Mehrheit der Israelis bewertet die Kriegsführung ihres Landes gegen den Iran nach einer aktuellen Umfrage negativ. 56 Prozent der Befragten gaben an, dass die Führung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu schlecht oder gescheitert gewesen sei. Zugleich sind viele der Ansicht, Israel habe seine Ziele im Konflikt mit Teheran gar nicht oder nur teilweise erreicht.

Die Umfrage zeichnet damit ein kritisches Bild der israelischen Regierung unmittelbar nach einer Phase massiver Spannungen mit dem Iran. Für Netanjahu ist das Ergebnis politisch heikel, weil die Bewertung nicht nur die militärische Bilanz betrifft, sondern auch die Frage, ob Israels strategische Ziele tatsächlich durchgesetzt wurden.

Politische Folgen für Netanjahu

Der Tenor der Befragung deutet darauf hin, dass ein erheblicher Teil der israelischen Öffentlichkeit Zweifel an der Wirksamkeit der Regierungslinie hat. Gerade in Sicherheitsfragen zählt die Einschätzung, ob ein militärischer Einsatz als Erfolg oder Misserfolg wahrgenommen wird, auch innenpolitisch stark. Das Ergebnis fällt daher in eine Phase, in der Netanjahu ohnehin unter Druck steht.

Die Umfrage legt nahe, dass der Konflikt mit dem Iran für die Regierung nicht nur außenpolitisch, sondern auch im eigenen Land zum Gradmesser geworden ist. Dass Israelis den Iran in dieser Lage als Sieger sehen, ist vor allem deshalb bemerkenswert, weil Israels Führung den Einsatz üblicherweise mit dem Anspruch auf Abschreckung und Sicherheitsgewinn begründet.

Konflikt bleibt politisch aufgeladen

Der Iran und Israel gelten seit Jahren als erbitterte Gegner. Direkte militärische Konfrontationen zwischen beiden Staaten haben die Spannungen zuletzt weiter verschärft. Die aktuelle Stimmung in Israel dürfte die Debatte darüber anheizen, ob die Regierung ihre Sicherheitsziele realistisch definiert hat und welche Kosten die jüngste Eskalation politisch nach sich zieht.

Die Umfrage ist damit mehr als ein Stimmungsbild. Sie verweist auf ein Vertrauenproblem in der israelischen Führung in einer Frage, die für Netanjahu zentral ist: ob er das Land in einem Konflikt mit dem Iran sicherer gemacht hat oder ob der Eindruck eines strategischen Rückschlags überwiegt.

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