Das Österreichische Filmmuseum erinnert am 24. Juni mit einer Veranstaltung an VALIE EXPORT. Die Ausnahmekünstlerin und Regisseurin wäre an diesem Tag als Gast im Haus erwartet worden; nun findet der Termin in memoriam statt.
Die Würdigung richtet den Blick auf ein Werk, das weit über die österreichische Kunst- und Filmgeschichte hinausgewirkt hat. EXPORT, die am 14. Mai 2026 verstorben ist, prägte mit Filmen, Performances und Konzeptarbeiten über Jahrzehnte die Auseinandersetzung mit Körper, Macht und Geschlechterrollen. Gerade ihr feministischer Zugriff auf das Medium Film machte sie international zu einer prägenden Stimme.
In Wien hat die Auseinandersetzung mit ihrem Werk zuletzt noch einmal öffentliche Aufmerksamkeit erhalten. Beim Österreichischen Filmpreis wurde die von VALIE EXPORT 2011 entworfene Preisskulptur als „Valie“ bezeichnet. Dass der nationale Filmpreis nun ihren Namen trägt, verweist auf den Stellenwert, den ihr Schaffen für die österreichische Filmkultur bis heute hat.
EXPORTs Arbeiten gelten als zentrale Beiträge zur Kritik an männlich dominierten Blick- und Machtverhältnissen. Ihre Filme und Aktionen konfrontierten das Publikum früh mit Fragen nach Sichtbarkeit, Selbstbestimmung und der Inszenierung des weiblichen Körpers. Mit der Veranstaltung im Österreichischen Filmmuseum wird dieses Erbe nun ausdrücklich in den Mittelpunkt gerückt.
Dass ein geplantes Auftreten in einen Gedenktermin übergeht, unterstreicht zugleich die Aktualität ihrer Themen. Der Titel der Veranstaltung verweist auf den Zusammenhang von Kunst, Kino und feministischer Kritik, den EXPORT über Jahrzehnte konsequent verfolgt hat. Das Filmmuseum setzt damit ein Zeichen der Würdigung für eine Künstlerin, deren Einfluss im österreichischen Kulturbetrieb und darüber hinaus spürbar bleibt.









