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Obama und Van der Bellen setzen auf Sommerlektüre mit Haltung

Redaktionelle Szene zum Thema „Obama und Van der Bellen setzen auf Sommerlektüre mit Haltung“

Alexander Van der Bellen und Barack Obama haben für den Sommer Bücher ausgewählt, die über bloße Unterhaltung hinausgehen. Beide veröffentlichen derzeit Listen mit Lektüren, die als nützlich, anspruchsvoll und inhaltlich gewichtig beschrieben werden. Die Auswahl fällt in eine Zeit, in der sich der österreichische Bundespräsident und der frühere US-Präsident öffentlich immer wieder mit politischen und gesellschaftlichen Botschaften zu Wort melden.

Van der Bellen verwies zuletzt mehrfach auf Themen wie Demokratie und Verantwortung. Bei seinen Eröffnungsreden zu den Festspielen in Bregenz und Salzburg sprach er von Demokratie als „täglicher Übung“ und warnte vor gefährlichem Blödsinn. Die Buchtipps fügen sich in dieses öffentliche Auftreten ein: Sie transportieren nicht nur persönliche Lesevorlieben, sondern auch eine bestimmte Haltung zu Bildung, Orientierung und gesellschaftlichem Diskurs.

Auch Barack Obamas Sommerliste ist seit Jahren mehr als eine private Empfehlungsliste. Der frühere Präsident nutzt solche Buchauswahlen regelmäßig, um Lesestoff für den Urlaub und darüber hinaus sichtbar zu machen. Dass sich Obama und Van der Bellen in diesem Sommer mit derartigen Empfehlungen melden, verleiht den Listen eine gewisse Symbolkraft.

Im Zentrum steht dabei weniger ein einzelner Buchtitel als die Wirkung der Auswahl insgesamt. Sie setzt auf gehobene Unterhaltung und auf Bücher, die im besten Fall zum Nachdenken anregen. Gerade in politisch aufgeladenen Zeiten werden solche persönlichen Leselisten von Amts- und Mandatsträgern oft auch als Signal gelesen: Kultur soll nicht bloß Ablenkung sein, sondern Teil einer öffentlichen Haltung bleiben.

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