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Eun-Me Ahns „North Korea Dance“ begeistert bei Impulstanz

Redaktionelle Szene zum Thema „Eun-Me Ahns „North Korea Dance“ begeistert bei Impulstanz“

Mit großem Jubel ist am Montag im Wiener Volkstheater das Tanzstück „North Korea Dance“ der südkoreanischen Choreografin Eun-Me Ahn aufgenommen worden. Das Werk, das beim Impulstanz-Festival gezeigt wurde, verbindet filigrane Momente mit akrobatischen Passagen und setzt auf eine auffallend kritische, zugleich aber nicht aggressive Form des Zugriffs.

Ahn, die in der internationalen Tanzszene seit Jahren präsent ist, arbeitet in dem Stück mit einem ästhetischen Spektrum, das zwischen Zurückhaltung und körperlicher Wucht wechselt. Gerade dieser Kontrast prägt die Wirkung des Abends: Der Titel verweist auf ein politisch aufgeladenes Thema, doch die Inszenierung sucht offenbar nicht den direkten Affront, sondern einen Zugang über Empathie und Differenzierung.

Die Wiener Aufführung fügte sich damit in jene Handschrift ein, für die Ahn bekannt ist: Sie verbindet präzise choreografierte Bilder mit starken körperlichen Anforderungen an das Ensemble. Das Publikum im Volkstheater reagierte darauf mit deutlicher Zustimmung. Für ein Stück mit so brisantem Inhalt war das Echo entsprechend ungewöhnlich geschlossen und enthusiastisch.

„North Korea Dance“ zeigt damit exemplarisch, wie politische Themen im zeitgenössischen Tanz nicht nur über Konfrontation verhandelt werden können. Ahn setzt auf eine Form kritischer Kunst, die nicht auf Lautstärke, sondern auf Spannung, Körpersprache und Atmosphäre baut. Gerade diese Zurückhaltung dürfte den Abend in Wien geprägt haben.

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