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US-Aktienmarkt auf Pump: Warnzeichen für eine überhitzte Hausse mehren sich

Redaktionelle Szene zum Thema „US-Aktienmarkt auf Pump: Warnzeichen für eine überhitzte Hausse mehren sich“

Am US-Aktienmarkt kaufen Anleger seit Monaten immer mehr Aktien auf Kredit. Parallel dazu erreichen die großen Indizes neue Höchststände, befeuert vom KI-Boom seit Ende 2022. Für Marktbeobachter verdichten sich damit die Warnzeichen, dass die Rally an der Wall Street auf einer zunehmend riskanten Basis steht.

Der Kern des Problems ist der sogenannte Margin-Handel: Dabei leihen sich Anleger Geld von ihrem Broker, um Aktien zu kaufen. Steigen die Kurse, verstärkt das die Gewinne. Fallen sie jedoch, können Zwangsverkäufe die Abwärtsbewegung beschleunigen. Genau diese Hebelwirkung macht den Markt anfällig, wenn die Stimmung kippt.

Die aktuelle Hausse wird nicht nur von einzelnen Technologiewerten getragen, sondern auch von einer breiten Risikofreude. Der Hype um Künstliche Intelligenz hat seit 2022 enorme Mittel in den US-Markt gezogen und die Bewertungen vieler Konzerne nach oben getrieben. Solange die Erwartungen an Wachstum und Gewinne steigen, trägt das die Kurse weiter. Doch je stärker Anleger auf Kredit setzen, desto empfindlicher reagiert der Markt auf Enttäuschungen.

Hinzu kommt, dass sich bei mehreren Kennzahlen Anzeichen für einen irrationalen Überschwang mehren. Wenn Kurse steigen, obwohl die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht im gleichen Tempo nachziehen, wächst das Risiko einer schärferen Korrektur. Dann reicht oft schon ein Auslöser wie enttäuschende Unternehmenszahlen, höhere Zinsen oder ein Stimmungsumschwung, um Verkäufe auszulösen.

Besonders heikel ist dabei die Kombination aus Rekordständen und hoher Verschuldung privater Anleger. In früheren Marktphasen hat genau diese Mischung die Verluste nach unten verstärkt, weil Kredite rasch abgebaut werden mussten. Für die Börse bedeutet das: Je länger der Aufschwung anhält, desto größer wird im Hintergrund die Fallhöhe.

Der jüngste Höhenflug zeigt damit eine bekannte Schwachstelle der Wall Street. Nicht allein die Gewinne der Unternehmen treiben die Kurse, sondern zunehmend auch das Geld, das Anleger sich für den Einstieg am Markt leihen. Solange die Stimmung anhält, wirkt das wie zusätzlicher Treibstoff. Kippt sie, wird daraus schnell ein Risiko für den gesamten Markt.

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