Die Universität Salzburg prüft den Kauf des Paschinger Schlössls am Kapuzinerberg, der als Stefan-Zweig-Villa bekannt ist. Das Gebäude war von Wolfgang Porsche nach Angaben aus seinem Umfeld um 12,7 Millionen Euro angeboten worden. Nun ist die Hochschule nach eigenen Angaben mit dem Bund über einen möglichen Erwerb im Gespräch.
Die Universität will das Haus als Ort des europäischen Kulturerbes sichern und für die Öffentlichkeit zugänglich machen. Das teilte sie in einer Aussendung mit. Das Paschinger Schlössl gilt als einer der bekanntesten Orte im Zusammenhang mit dem Schriftsteller Stefan Zweig, der dort in Salzburg lebte.
Das Interesse der Universität kommt in einer Phase, in der in Salzburg seit Wochen über die Zukunft der Villa diskutiert wird. Nach dem Angebot von Wolfgang Porsche war in der Stadt wiederholt der Wunsch laut geworden, das Gebäude künftig museal zu nutzen. Die nun ins Spiel gebrachte Lösung würde den Standort in öffentliche Hände bringen.
Das Paschinger Schlössl wurde von Porsche aufwendig renoviert. Der Kauf durch die Universität wäre allerdings nur dann realistisch, wenn auch eine Finanzierung über den Bund zustande kommt. Deshalb laufen die Gespräche mit dem Bildungsministerium und weiteren zuständigen Stellen.
Ob es tatsächlich zu einem Erwerb kommt, ist offen. Klar ist aber: Für die Universität Salzburg bietet sich damit eine seltene Gelegenheit, einen historisch bedeutsamen Ort in unmittelbarer Nähe ihres Standorts dauerhaft zu sichern.









