Nach dem Fund von 36 Waffen und Sprengmitteln in einer Verlassenschaft in Anzendorf im Mostviertel bleibt offen, woher zehn der Waffen und rund 80 Kilogramm Schießpulver stammen. Die Polizei konnte dazu auch auf parlamentarische Nachfrage der Grünen keine nähere Herkunft klären. Der frühere Besitzer war ein ehemaliger AUF-Gewerkschafter und Polizist, der knapp einen Monat vor dem Fund gestorben war.
Die ungewöhnliche Menge an Waffen war im April bei der Abwicklung des Nachlasses entdeckt worden. Neben den Waffen wurden auch Sprengmittel sichergestellt. Dass sich ein derartiges Arsenal in einem Wohnhaus befand, sorgte in der Gemeinde für Aufsehen. Die Einsatzkräfte von Polizei, Rettung und Feuerwehr waren damals zum Haus gerufen worden.
Nach dem Tod des Mannes waren seine Nachfahren auf die Waffen und das Pulver gestoßen und meldeten den Fund. Wie die Ermittlungen ergaben, waren nicht alle Gegenstände registriert. Bei zehn Waffen und den 80 Kilogramm Schießpulver blieb die Herkunft ungeklärt. Ob es sich um Altbestände, Sammlerstücke oder nicht gemeldete Munitionsteile handelte, wurde nicht öffentlich präzisiert.
Die Grünen wollten daraufhin mehr über den Fund und den Umgang der Behörden damit erfahren. Die Antworten fielen jedoch knapp aus. Damit bleibt ein Fall offen, der Fragen nach der Kontrolle privater Waffenbestände und der Nachvollziehbarkeit von Sprengmitteln aufwirft – auch in einem Umfeld, in dem ein ehemaliger Polizeibeamter betroffen war.









