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Neuer Versorgungsplan soll Betreuung für ME/CFS-Betroffene in ganz Österreich verbessern

Redaktionelle Szene zum Thema „Neuer Versorgungsplan soll Betreuung für ME/CFS-Betroffene in ganz Österreich verbessern“

Für Menschen mit ME/CFS soll es in ganz Österreich künftig bessere Anlaufstellen, einheitliche Behandlungsstandards und eine verlässlichere Datenbasis geben. Sozialstaatsekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig kündigte einen neuen Versorgungsplan an, der die Versorgung der Betroffenen bundesweit strukturieren und vereinheitlichen soll.

ME/CFS, das chronische Fatigue-Syndrom, zählt zu jenen Erkrankungen, bei denen Betroffene oft lange auf eine Diagnose und auf passende Unterstützung warten. Gerade in Österreich gilt die Versorgung bislang als fragmentiert. Mit dem geplanten Versorgungsplan soll nun eine bessere Abstimmung zwischen Medizin, Forschung und Betreuung erreicht werden.

Kern des Vorhabens sind laut den vorliegenden Angaben einheitliche Behandlungsstandards für ganz Österreich. Damit sollen regionale Unterschiede in der Versorgung reduziert werden. Außerdem soll eine valide Datenbasis geschaffen werden, um das Krankheitsbild besser zu erfassen und die gesundheitspolitische Planung zu verbessern.

Die Ankündigung zielt auch auf jene Strukturen ab, die für ME/CFS-Betroffene besonders wichtig sind: spezialisierte Anlaufstellen, die medizinische Abklärung, Behandlung und Begleitung bündeln können. Dass solche Angebote bislang rar sind, gilt als eines der größten Probleme für Patientinnen und Patienten.

ME/CFS gewinnt seit der Corona-Pandemie auch in der öffentlichen Debatte stärker an Gewicht, weil die Erkrankung bei einem Teil der Betroffenen nach Virusinfektionen auftritt. Die Zahl der Menschen mit Bedarf an spezialisierter Versorgung dürfte dadurch nicht kleiner geworden sein. Entsprechend groß ist der Druck auf das Gesundheitssystem, verlässliche und bundesweit nachvollziehbare Strukturen aufzubauen.

Wie rasch der neue Plan umgesetzt wird und welche Einrichtungen konkret eingebunden werden, ist für die weitere Entwicklung entscheidend. Für Betroffene wäre vor allem wichtig, dass die angekündigten Standards nicht nur auf dem Papier stehen, sondern in allen Bundesländern tatsächlich ankommen.

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