Im Bezirk Lienz ist eine von drei offenen Abschussverordnungen für einen Risikowolf erfüllt worden. Das teilte das Land Tirol am Freitag mit. Der Wolf wurde damit in Osttirol erlegt, nachdem es im Villgratental zu einem Rissereignis gekommen war.
Ausgangspunkt war ein Vorfall im Mai in Außervillgraten: Dort wurden laut Land ein totes und ein verletztes Schaf unweit von Gebäuden entdeckt, die von Menschen genutzt werden. Die Begutachtung der Tiere deutete auf einen Wolf als Verursacher hin. Daraufhin erließ das Land eine Abschussverordnung, die nun umgesetzt wurde.
In Osttirol sind damit aber nicht alle der freigegebenen Wölfe aus dem Verkehr gezogen. Nach Angaben des Landes gelten im Bezirk Lienz derzeit noch zwei weitere Abschussverordnungen. Im Raum Matrei darf die Jägerschaft noch bis Mitte Juli einen sogenannten Risikowolf erlegen, für den Großraum Lienz läuft die Verordnung bis Ende Juli.
Der Abschuss folgt einer in Tirol bereits mehrfach angewandten Praxis im Umgang mit Wölfen, die als Risiko für Weidetiere eingestuft werden. Gerade in den alpinen Weidegebieten Osttirols sorgt das Thema seit Jahren für Konflikte zwischen Almbewirtschaftung, Herdenschutz und Naturschutz. Mit der nun erfüllten Verordnung dürfte die Debatte in der Region aber vorerst nicht beendet sein, solange weitere Tiere zum Abschuss freigegeben sind.









