Die anhaltende Trockenheit in Österreich hat sich im Juli weiter verschärft. Der Hydrologe Günther Plöschl von der TU Wien warnte in der „ZiB2“, dass es beim Wasserstand heuer noch knapp werden könne. „Dieses Jahr ist jetzt noch trockener als das Trockenjahr 2003“, sagte er.
Als Ursachen nannte Plöschl neben dem Klimawandel auch natürliche Schwankungen in der Atmosphäre. Nach seinen Angaben hat sich die Lage nicht nur wegen ausbleibenden Niederschlags verschärft, sondern auch durch die Hitze. Diese verstärke die Verdunstung zusätzlich.
Nach Plöschls Einschätzung ist die Verdunstung in den vergangenen Jahrzehnten um 17 Prozent gestiegen. Dadurch gehe mehr Wasser verloren, während zugleich weniger nachkommt. Das könne in einzelnen Regionen rasch zu Problemen führen, wenn die Trockenheit länger anhält.
Die aktuellen Werte machen den Sommer damit zu einer Belastungsprobe für Böden, Gewässer und die Wasserversorgung. Vor allem dort, wo die Reserven bereits angespannt sind, könnte die Situation heuer besonders knapp werden.









