In Österreich haben in der jüngsten PISA-Erhebung 18 Prozent der 15-Jährigen angegeben, schon mindestens einmal eine Klasse wiederholt zu haben. Damit liegt die Republik weiter deutlich über dem Schnitt der OECD-Länder, wo der Anteil bei knapp elf Prozent liegt. Gegenüber 2012 ist der Wert in Österreich gestiegen: Damals hatten zwölf Prozent der Jugendlichen mindestens ein Jahr wiederholt.
Besonders hoch ist der Anteil an Schulen in belasteten Lagen. An Brennpunktschulen gaben 36 Prozent der 15-Jährigen an, bereits sitzengeblieben zu sein. Die Daten zeigen damit auch, dass der soziale Hintergrund eine Rolle spielt. Jugendliche aus sozial schwächeren Verhältnissen sind vom Wiederholen einer Klasse häufiger betroffen als andere.
Die PISA-Erhebung macht damit erneut sichtbar, dass Österreich im internationalen Vergleich bei Schulwiederholungen auffällt. Während in vielen anderen Industriestaaten Klassenwiederholungen seltener sind, bleibt der Anteil hierzulande vergleichsweise hoch und hat zuletzt weiter zugenommen.









