In „Toy Story 5“ geraten Woody, Buzz Lightyear und die übrigen Spielzeuge erneut ins Hintertreffen: Ein giftgrüner Tabletcomputer bedroht die Vorherrschaft im Kinderzimmer. Der kommende Teil der Animationsreihe verlegt den Konflikt damit in eine Gegenwart, in der Spielzeug gegen Bildschirmzeit antritt.
Der neue Film setzt dort an, wo die Reihe seit 1995 immer wieder ihren Kern gefunden hat: bei der Frage, wie sich Kindheit verändert, wenn neue Technologien den Alltag bestimmen. Dass ausgerechnet Pixar dieses Thema aufgreift, hat eine besondere Pointe. Das Studio, das mit dem ersten „Toy Story“-Film den computergenerierten Langfilm im Kino groß gemacht hat, erzählt nun von den Nebenwirkungen jener digitalen Kultur, die es selbst mitgeprägt hat.
Im Zentrum stehen wieder die bekannten Figuren Cowboy Woody und Space Ranger Buzz Lightyear. In der deutschen Fassung werden sie erneut von Michael „Bully“ Herbig und Rick Kavanian gesprochen. Diesmal sind sie jedoch nicht mehr die unangefochtenen Stars im Kinderzimmer, sondern müssen sich mit einem Gerät messen, das moderner und verlockender kaum sein könnte.
Die Grundidee ist damit klar: „Toy Story 5“ will nicht nur an die Nostalgie der Marke anknüpfen, sondern auch auf einen gesellschaftlichen Befund reagieren, der weit über den Familienfilm hinausreicht. Bildschirmzeit ist längst ein Reizwort in vielen Haushalten, in Schulen und in der pädagogischen Debatte. Der Film übersetzt diese Entwicklung in eine kindgerechte Konfliktgeschichte.
Dass die Reihe auch nach vier Teilen noch genug Zugkraft hat, ist kein Zufall. „Toy Story“ war 1995 der erste vollständig am Computer animierte Langfilm und veränderte das Kino nachhaltig. Mit dem neuen Ableger greift Pixar nun wieder ein Motiv auf, das zur eigenen Geschichte passt: den Wandel der Kindheit im digitalen Zeitalter. Ob der Film daraus mehr als ein hübsches Aktualisierungsspiel macht, wird sich erst mit dem Start zeigen.









