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Thermomix trotzt der Konsumkrise und verkauft sich so gut wie nie

Redaktionelle Szene zum Thema „Thermomix trotzt der Konsumkrise und verkauft sich so gut wie nie“

Vorwerk hat 2025 so viele Thermomix-Küchenmaschinen verkauft wie noch nie zuvor. Der deutsche Haushaltsgerätehersteller meldet damit einen weiteren Rekord für ein Produkt, das mit 1549 Euro zwar klar im Premiumsegment liegt, aber offenbar auch in einer Phase verhaltener Konsumnachfrage gut ankommt.

Im vergangenen Jahr wurden laut den vorliegenden Angaben 1,4 Millionen Geräte verkauft. Besonders stark lief der jüngste Modellwechsel: Der TM7 war demnach der beste Produktlaunch in der 143-jährigen Unternehmensgeschichte. Das ist bemerkenswert, weil das neue Modell im klassischen Handel nicht erhältlich ist.

Der Vertrieb funktioniert seit jeher vor allem über Direktverkauf und persönliche Vorführung. Dieses Modell verschafft Vorwerk einen Vorteil, den viele Konsumgüterhersteller in der schwächeren Nachfrage spüren: Wer das Gerät ausprobiert, bekommt sofort ein konkretes Nutzenversprechen. Der Thermomix übernimmt Arbeitsschritte vom Mixen bis zum Dünsten und nimmt Nutzern viel von der Unsicherheit beim Kochen ab.

Genau darin liegt ein Teil des Erfolgs. Während viele Haushalte bei Anschaffungen genauer auf den Preis achten, bleibt die Nachfrage nach Geräten, die Zeit sparen und mehrere Funktionen bündeln, vergleichsweise robust. Der Thermomix ist damit nicht nur Küchengerät, sondern auch ein Beispiel dafür, wie stark sich Premiumprodukte mit klarem Alltagsnutzen von der allgemeinen Konsumzurückhaltung abkoppeln können.

Für Vorwerk ist die Entwicklung auch strategisch wichtig. Die Marke lebt seit Jahren vom Thermomix als Zugpferd im Sortiment. Dass ausgerechnet das teuerste und erklärungsbedürftigste Produkt weiter wächst, zeigt, wie eng das Geschäft des Unternehmens mit der Bereitschaft der Kunden verbunden ist, für Komfort und Funktionalität deutlich mehr auszugeben.

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