Beim japanischen Pharmakonzern Takeda stehen in Wien rund 200 Arbeitsplätze auf dem Spiel. Betroffen ist nach übereinstimmenden Berichten vor allem der Bereich Forschung und Entwicklung von Biologika am Standort Wien. Das Unternehmen bestätigte Gespräche über einen Sozialplan, wollte aber keine konkrete Zahl nennen.
Takeda beschäftigt in Österreich seit Jahren mehrere tausend Menschen und zählt zu den größten industriellen Arbeitgebern des Landes. Wien ist dabei ein zentraler Standort des Konzerns, unter anderem für Forschung, Entwicklung und Teile der Produktion. Ein Abbau in diesem Bereich würde daher nicht nur einzelne Teams treffen, sondern auch die Stellung des Standorts im internationalen Takeda-Netzwerk berühren.
Biologika gehören zu den wichtigsten Wachstumsmärkten der Pharmaindustrie. Dabei handelt es sich um komplexe Arzneimittel, die mit biotechnologischen Verfahren hergestellt werden und etwa in der Behandlung von Autoimmunerkrankungen, Krebs oder seltenen Krankheiten eingesetzt werden. Gerade in diesem Segment investieren Pharmakonzerne stark in Forschung und Entwicklung, passen ihre Strukturen aber immer wieder an.
Für die betroffenen Beschäftigten geht es nun um die Ausgestaltung des möglichen Abbaus. Dass Gespräche über einen Sozialplan laufen, deutet darauf hin, dass das Unternehmen und die Arbeitnehmervertretung bereits an den Bedingungen für einen möglichen Personalabbau arbeiten. Ob es tatsächlich zu dem Umfang kommt, den Berichte nahelegen, blieb am Dienstag offen.
Takeda ist in Wien seit vielen Jahren präsent und zählt in Österreich zu den sichtbaren Vertretern der internationalen Pharmawirtschaft. Ein Stellenabbau in dieser Größenordnung wäre ein weiteres Signal dafür, dass auch forschungsintensive Standorte trotz langfristiger Investitionen nicht vor Umbauten in den Konzernen geschützt sind.









