Die Konjunkturstimmung in der Eurozone hat sich im Juli zum dritten Mal in Folge aufgehellt. Der von Sentix erhobene Indikator stieg um 10,3 Punkte auf minus 3,1 Zähler, wie das Analyse-Institut mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt nur mit einer Erholung auf minus 10,0 Punkte gerechnet.
Die Entwicklung deutet darauf hin, dass die Finanzmärkte die Perspektiven für den Euroraum derzeit wieder etwas günstiger einschätzen. Besonders die Lage in der deutschen Industrie hellte sich auf und gab der Gesamtstimmung Rückenwind. Deutschland ist als größte Volkswirtschaft der Währungsunion für die Konjunkturerwartungen in der Eurozone von besonderem Gewicht.
Gleichzeitig bleibt das Bild uneinheitlich. Die hohen Erzeugerpreise belasten weiterhin Unternehmen in der Industrie, weil sie die Kostenbasis erhöhen und damit auf Margen und Investitionsspielräume drücken. Vor allem die Autoindustrie steht unter Druck, weil sie sich mitten in einem tiefgreifenden Strukturwandel befindet.
Für die Eurozone insgesamt ist die jüngste Verbesserung ein Hinweis darauf, dass sich die Stimmung nach einer längeren Schwächephase stabilisiert. Ob daraus eine breitere konjunkturelle Erholung wird, hängt nach wie vor von der Entwicklung in der Industrie, der Nachfrage und den Preisbedingungen ab.









