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Streik legt Erdgas-Zuleitung im Chemiepark Linz still

Redaktionelle Szene zum Thema „Streik legt Erdgas-Zuleitung im Chemiepark Linz still“

Im Streit um einen neuen Kollektivvertrag für die Chemiebranche hat ein Warnstreik in der Nacht auf Donnerstag den zentralen Leitstand im Chemiepark Linz lahmgelegt. Dadurch wurde die Erdgas-Zuleitung unterbrochen, wie die Gewerkschaft GPA mitteilte. Der Stillstand betrifft den Anfang der Produktionskette; das Hochfahren der Anlage dürfte nach Angaben der Gewerkschaft mehrere Tage dauern.

Der Arbeitskampf folgt auf die unterbrochene siebente Runde der KV-Verhandlungen für die rund 50.000 Beschäftigten der österreichischen Chemiebranche. Die Gespräche waren am Mittwoch ohne Ergebnis vertagt worden. Bereits nach der sechsten Verhandlungsrunde hatte es einen Warnstreik gegeben.

Für die Arbeitgeberseite sind die Streiks rechtswidrig. Die Auseinandersetzung dreht sich damit nicht nur um die Höhe des künftigen Abschlusses, sondern auch um die Frage, mit welchen Mitteln beide Seiten in der festgefahrenen Verhandlung weiter Druck machen. In der Chemieindustrie sind die Folgen solcher Arbeitsniederlegungen rasch spürbar, weil zentrale Versorgungs- und Prozessschritte eng miteinander verknüpft sind.

Die Chemiebranche zählt zu den industriewirtschaftlich wichtigen Bereichen des Landes. Ein länger anhaltender Stillstand im Chemiepark Linz kann deshalb nicht nur einzelne Produktionslinien treffen, sondern auch Folgekosten und Verzögerungen für nachgelagerte Abläufe verursachen. Ob und wann die Verhandlungen wieder aufgenommen werden, blieb zunächst offen.

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