Steven Spielberg kehrt mit einem neuen Alienfilm zurück, der sich wie ein Best-of seiner eigenen Filmografie anfühlt. Der Film setzt auf jene Mischung aus Staunen, Familienmotiven und spekulativer Fantasie, mit der Spielberg seit Jahrzehnten sein Publikum erreicht. Im Zentrum steht eine Regional-Fernsehreporterin namens Margaret Fairchild, gespielt von Emily Blunt, die über überirdische Kräfte verfügt.
Der Film arbeitet dabei auffällig mit Bildern und Motiven, die aus früheren Spielberg-Werken vertraut wirken: kindliche Perspektiven, ein bewusst künstlich wirkendes Setting und ein Erzählton, der zwischen Leichtigkeit und Erhabenheit pendelt. Auch das von Margaret Fairchild bewohnte, nachgebaute Kinderzimmer verweist auf diesen Zugriff auf Erinnerung und Imagination, der bei Spielberg oft stärker ist als reine Science-Fiction-Logik.
Die Ausgangsidee des Regisseurs reicht nach den vorliegenden Informationen zurück in seine Kindheit. Ein nächtlicher Ausflug mit dem Vater Mitte der 1950er-Jahre, als auf einer Wiese mit Teleskopen ein erwarteter Sternenregen beobachtet wurde, habe den jungen Spielberg nachhaltig geprägt. Genau dieses Gefühl von Erwartung, kindlichem Staunen und Blick in einen unheimlich schönen Himmel scheint den neuen Film zu tragen.
Der Eindruck, der sich daraus ergibt: „Disclosure Day“ ist weniger als nüchterne Alien-Geschichte angelegt denn als verspielte, zugleich emotional aufgeladene Rückschau auf Spielbergs eigenes Kino. Kulissenhaft, kindisch, erhaben und herzergreifend unterhaltsam wirkt der Film damit wie ein Werk, das sein Publikum nicht nur über Aliens, sondern auch über die altbekannten Spielberg-Themen anspricht: Familie, Verwunderung und das Übersinnliche als Teil des Alltags.
Dass der Film auch ein Publikum jenseits klassischer Science-Fiction-Fans ansprechen dürfte, liegt an genau dieser Tonlage. Der Mix aus Nostalgie, emotionaler Direktheit und sorgfältig gebauter Kinowelt ist seit jeher eine Stärke des Regisseurs. In „Disclosure Day“ wird daraus offenbar erneut ein Film, der sich nicht auf ein Genre festlegen lässt, sondern vertraute Spielbergsche Elemente neu kombiniert.









