Die österreichischen Schweinebauern sehen sich wegen fallender Erzeugerpreise und anhaltender Absatzprobleme unter massivem Druck. Der Dachverband Schweinehaltung Österreich warnt vor einer „dramatischen Lage“ in der Branche und befürchtet, dass notwendige Investitionen in den Betrieben ausbleiben.
Als zentrale Ursachen nennt der Verband seuchenbedingte Exportsperren und eine Überproduktion in Europa. Dadurch sei der Markt unter Druck geraten, hieß es in einer Aussendung. Die Betriebe brauchten bessere Rahmenbedingungen und eine Entlastung von weiteren kostenintensiven Vorgaben.
Nach Darstellung der Schweinehalter geht es inzwischen nicht nur um kurzfristige Preisschwankungen, sondern um die wirtschaftliche Stabilität vieler Höfe. Der anhaltende Preisverfall gefährde die Planungssicherheit und damit auch die Fähigkeit der Betriebe, in Stalltechnik, Tierwohl und Effizienz zu investieren.
Forderung nach Herkunftskennzeichnung in der Gastronomie
Zusätzlich verlangt der Verband eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung für Fleisch in der Gastronomie. Konsumenten sollten klar erkennen können, woher das verwendete Fleisch stammt, argumentieren die Landwirte. Aus ihrer Sicht könnte das die Nachfrage nach heimischer Ware stärken und mehr Transparenz im Markt schaffen.
Die Schweinehaltung zählt zu den wichtigsten Bereichen der österreichischen Landwirtschaft. Sinkende Preise treffen die Betriebe daher nicht nur unmittelbar bei den laufenden Erlösen, sondern wirken sich auch auf Kreditwürdigkeit, Investitionsentscheidungen und die mittelfristige Produktionsplanung aus. In einer Phase mit hohen Kosten für Energie, Futter und Auflagen verschärft der Preisverfall die Lage zusätzlich.
Die Branche drängt deshalb auf rasche politische und wirtschaftliche Maßnahmen. Ohne Entlastung, so die Warnung, könnten weitere Betriebe unter die Grenze der Wirtschaftlichkeit geraten.









