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Schafskälte bringt in Österreich deutliche Abkühlung nach frühsommerlicher Hitze

Redaktionelle Szene zum Thema „Schafskälte bringt in Österreich deutliche Abkühlung nach frühsommerlicher Hitze“

Nach einem warmen Wochenstart steht Österreich laut Wetterprognosen vor einer markanten Abkühlung. Bereits am Dienstag bleibt es zwar vielerorts noch sommerlich, mit teils 26 bis 30 Grad, doch im Laufe der Woche setzt sich ein deutlicher Temperatursturz durch. Ursache ist die sogenannte Schafskälte, ein traditionell um den 11. Juni auftretender Kaltlufteinbruch.

Am Dienstag ziehen laut Prognosen immer wieder Wolken durch, am Nachmittag kann es zeitweise regnen. Der eigentliche Wetterumschwung wird für Mittwoch erwartet: Dann bleibt es demnach überwiegend bewölkt, die Frühtemperaturen liegen zwischen 8 und 17 Grad. Mit dem Zustrom kühlerer Luft verliert auch die frühsommerliche Hitze rasch an Kraft.

Kaltluftvorstoß mit wechselhaftem Wetter

Die Schafskälte ist kein fest definierter Wettertermin, sondern eine Wetterphase, die im Juni immer wieder auftritt. Typisch ist ein Vorstoß von Polarluft, der nicht nur kühlere Temperaturen, sondern häufig auch wechselhaftes und niederschlagsreiches Wetter bringt. In Bauernregeln gilt der 11. Juni, der Gedenktag des heiligen Barnabas, traditionell als Höhepunkt dieser Phase.

Der Name verweist auf die Landwirtschaft: Schafe werden oft schon Anfang Juni geschoren und reagieren empfindlich auf einen plötzlichen Kälteeinbruch. Deshalb wird die Schafskälte seit langem als Warnsignal für einen kurzfristigen Rückfall in frische, teils unbeständige Frühsommerwitterung verstanden.

Abkühlung mit möglichem Bodenfrost

Für heuer deuten mehrere Wettermodelle auf eine Abkühlung zur Monatsmitte hin. Wie stark der Kaltlufteinbruch tatsächlich ausfallen wird, bleibt aber noch offen. Fest steht: Die Temperaturen entfernen sich nach dem warmen Start rasch vom Frühsommer-Niveau, und im Zuge der Schafskälte kann es lokal sogar zu Bodenfrost kommen.

In der Regel tritt die Schafskälte zwischen dem 4. und 20. Juni auf, mit einem Schwerpunkt um den 11. Juni. Dass sie heuer genau in diesem Zeitraum mit einer spürbaren Wetterumstellung zusammenfällt, passt zur typischen Wetterlage: erst frühsommerlich warm, dann innerhalb weniger Tage deutlich kühler und unbeständiger.

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