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Samariterbund warnt vor Engpässen bei Notärzten und Zivildienst

Redaktionelle Szene zum Thema „Samariterbund warnt vor Engpässen bei Notärzten und Zivildienst“

Der Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs sieht sich in Niederösterreich mit wachsenden Personalproblemen konfrontiert. Besonders schwierig sei es, genug Notärztinnen und Notärzte für den durchgehenden Betrieb von Notarzteinsatzfahrzeugen zu finden, sagte ASBÖ-Präsident Hannes Sauer. Gleichzeitig pocht die Organisation auf längere Zivildienstzeiten, weil das Rettungssystem ohne junge Helfer kaum finanzierbar sei.

Die Debatte fällt in eine Phase, in der die künftige Gesundheitsversorgung im Bundesland ohnehin neu geordnet wird. In Niederösterreich stehen Spitalsstandorte, neue Versorgungsstrukturen und auch eine mögliche Reduktion von Notarztstützpunkten zur Diskussion. Damit rücken die Rettungsorganisationen stärker ins Zentrum, weil sie nicht nur Transporte übernehmen, sondern auch ausbilden und im sozialen Bereich tätig sind.

Sauer verwies auf die Zusammenarbeit mit der Landesgesundheitsagentur als entscheidenden Faktor, um die Versorgung aufrechtzuerhalten. Der Samariterbund ist nach eigenen Angaben die zweitgrößte Rettungsorganisation im Bundesland und damit auch ein wichtiger Teil der Notfallversorgung.

Der Ärztemangel trifft nicht nur den Samariterbund. Auch das Bundesheer sucht nach Wegen, um mehr Mediziner länger an sich zu binden. Laut den vorliegenden Angaben werden dort jährlich zehn Medizinstudierende finanziell unterstützt und langfristig an das Heer gebunden. Zudem sollen Kooperationen mit Gesundheitseinrichtungen ausgebaut und pensionierte Ärztinnen und Ärzte für eine weitere Tätigkeit gewonnen werden.

Für den Samariterbund spielt neben dem Ärztethema vor allem der Zivildienst eine zentrale Rolle. Junge Helfer sichern nach Darstellung der Organisation einen wesentlichen Teil des Rettungsbetriebs. Ohne sie wäre das System kaum finanzierbar, heißt es aus dem Umfeld des ASBÖ. Wie viele Notärztinnen und Notärzte aktuell fehlen, wurde nicht genannt.

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