Österreich steuert in den kommenden Tagen auf die bislang heißesten Tage des Jahres zu. Laut Meteorologe Lukas Bodinger von Geosphere Austria werden vielerorts Temperaturen zwischen 33 und 36 Grad erwartet, besonders in Ostösterreich, im Wiener Becken sowie in Teilen Niederösterreichs und des Burgenlands. In den Ballungsräumen dürfte es auch nachts kaum Abkühlung geben.
Mehrere Tropennächte mit Temperaturen über 20 Grad könnten vor allem in Städten wie Wien zur Belastung werden. Dort speichern versiegelte Flächen wie Asphalt und Beton die Wärme besonders lange, wodurch die Temperaturen auch in den Nachtstunden hoch bleiben. Die Lage ist damit nicht nur für hitzeempfindliche Menschen, sondern auch für alle, die in dicht verbauten Gebieten leben, deutlich spürbar.
Hochdrucklage bringt heiße Luft aus dem Südwesten
Aus meteorologischer Sicht ist die Entwicklung klar: Über weiten Teilen Süd- und Westeuropas liegt ein starkes Hochdruckgebiet, gleichzeitig strömt heiße Luft aus dem Südwesten nach Mitteleuropa. Diese Kombination gilt als klassischer Auslöser für Hitzewellen. Dass die Böden vielerorts bereits trocken sind, verstärkt den Effekt zusätzlich, weil weniger Energie in Verdunstung geht und mehr Sonnenenergie in Wärme umgewandelt wird.
Besonders in Städten verschärft die Bodenversiegelung die Situation. Beton und Asphalt heizen sich rasch auf und kühlen nur langsam wieder ab. Dadurch bleiben die Temperaturen auch über Nacht hoch. Für Wien bedeutet das nach derzeitiger Wetterlage eine Phase mit geringer nächtlicher Entlastung.
Auch im Süden Europas extreme Werte
Während Österreich die erste große Hitzewelle des Sommers erreicht, stehen in Spanien und Portugal noch deutlich höhere Temperaturen im Raum. Dort werden teils mehr als 40 Grad erwartet. Für Mitteleuropa markiert die nun anrollende Wetterlage dennoch eine deutliche Belastungsphase, die mehrere Tage andauern dürfte.
Die aktuelle Entwicklung folgt damit einem bekannten Muster sommerlicher Hochdrucklagen: heiße Luftmassen, trockene Böden und kaum Wind sorgen für eine stabile und belastende Hitzeperiode. Vor allem in den dicht besiedelten Teilen Ostösterreichs dürfte sich das in den kommenden Tagen besonders bemerkbar machen.









