In wenigen Tagen nimmt die neue Notfallambulanz der Barmherzigen Schwestern in Linz den Betrieb auf. Am 29. Juni soll die Einheit erstmals im regulären Alltag bestehen – auf 1.400 Quadratmetern, mit modernen Behandlungsbereichen, einem erweiterten Schockraum und einem eigenen Infektbereich für bis zu fünf Kojen.
Das Haus spricht von der größten Notfallambulanz Oberösterreichs. Die neue Struktur soll nicht nur mehr Platz für Patientinnen und Patienten schaffen, sondern auch Abläufe beschleunigen und die Intensivstation entlasten. Der Schockraum ist als vollwertige intensivmedizinische Einheit ausgelegt und damit für besonders schwere Notfälle gedacht.
Bauen im laufenden Betrieb
Dass der Umbau kurz vor der Eröffnung noch nicht abgeschlossen ist, ist Teil des Projekts. Gearbeitet wird im laufenden Spitalsbetrieb, entsprechend laut und eng ist es auf den letzten Metern. Bauarbeiter, schwere Geräte und Material prägen derzeit das Bild. Für das Spital bedeutet das einen aufwendigen Balanceakt zwischen Baustelle und Patientenversorgung.
Betriebsdirektor Claus Hager verweist auf die logistischen Herausforderungen, die ein Umbau unter diesen Bedingungen mit sich bringt. Auch der ärztliche Leiter der Notfallambulanz, Lukas Holzinger, beschreibt den Alltag auf der Baustelle mit Lärm, Brandgeruch und Feueralarmen. Erst mit der Inbetriebnahme wird sich zeigen, wie reibungslos die neue Organisation im Alltag funktioniert.
Lehren aus der Pandemie
Eine Besonderheit der neuen Ambulanz ist der separate Infektbereich. Bis zu fünf Infekt-Kojen können dort bei Bedarf betrieben werden, mit eigenem Eingang und der Möglichkeit, den Bereich vom restlichen Spital abzutrennen. Das ist eine direkte Folge der Erfahrungen aus der Corona-Pandemie, in der Spitäler Infektionsbereiche rasch und klar trennen mussten.
Mit der neuen Einheit will das Krankenhaus auf mehr Effizienz, mehr Flexibilität und bessere räumliche Bedingungen setzen. Für Notfälle in der Region ist der Start vor allem eine organisatorische Aufwertung: Mehr Fläche, klarere Wege und eine medizinische Ausstattung, die über eine klassische Ambulanz hinausgeht.









