Österreich erlebt seit Freitag die erste große Hitzewelle des Sommers – und eine rasche Entspannung ist nicht in Sicht. Am Freitag wurden in Innsbruck 35,6 Grad gemessen, damit war es nach Angaben der Wetterdaten der bisher heißeste Tag des Jahres. Für Samstag und Sonntag werden landesweit erneut Höchstwerte zwischen 33 und 36 Grad erwartet, in östlichen Bezirken Wiens sind punktuell bis zu 37 Grad möglich.
Auch darüber hinaus bleibt es heiß. Meteorologen rechnen damit, dass die aktuelle Wetterlage bis Monatsende anhält. Die Modelle gehen laut Wetterdienst Ubimet von sieben bis zehn Tagen mit anhaltender Hitze aus. Auffällig sei dabei weniger ein einzelner Spitzenwert als die Dauer der Belastung, hieß es aus Wetterkreisen: Gerade für den Juni sei eine derart lang anhaltende Hitzewelle außergewöhnlich.
Die Hitze betrifft derzeit weite Teile Europas. In Frankreich führte sie bereits zu Ausfällen und Einschränkungen, darunter abgesagte Veranstaltungen und gestrichene Bahnverbindungen. Dort wurden für die kommenden Tage teils bis zu 40 Grad prognostiziert. Auch in Spanien und Portugal werden Extremwerte erwartet, in London sollen nach jüngsten Vorhersagen bis zu 35 Grad erreicht werden.
In Österreich war der Freitag bereits ein flächendeckend heißer Tag: 186 der 273 Messstationen der Geosphere Austria verzeichneten mehr als 30 Grad. Damit zog die erste sommerliche Hitzeperiode auch landesweit an. Der bisherige Juni-Tagesrekord dürfte dennoch nicht fallen: Er liegt bei 38,6 Grad und wurde 2013 in Waidhofen an der Ybbs gemessen.
Die Wetterlage wird von zwei Hochdruckgebieten getragen, die warme Luft über große Teile Europas lenken. Für die nächsten Tage bleibt damit vor allem eines fix: hohe Temperaturen, wenig Abkühlung und eine anhaltende Belastung für Menschen, Verkehr und Infrastruktur.









