An der Glaubenskirche in Wien ist eine Regenbogenfahne mehrfach mutwillig beschädigt worden. Die Fahne am Dach der kleinen Pfarre wurde angezündet, zerstört und abgeschnitten. Die Vorfälle sind angezeigt worden, die Verantwortlichen sprechen von einem gezielten Versuch der Einschüchterung.
Die Fahne steht seit längerem sichtbar für Offenheit und Vielfalt. Dass sie wiederholt Ziel von Angriffen wurde, passt in eine Reihe von Angriffen auf LGBTQ-Symbole und erinnert daran, wie angespannt das Klima rund um queere Sichtbarkeit auch in Österreich bleiben kann. Gerade Kirchen, die sich offen solidarisch zeigen, geraten dabei zunehmend in den Fokus.
Aus der Pfarre kommt die klare Ansage, man lasse sich durch die Attacken nicht einschüchtern. Die wiederholte Zerstörung der Fahne führt auch vor Augen, dass es längst nicht nur um ein Stück Stoff geht, sondern um ein öffentliches Bekenntnis zu Respekt und Zusammenhalt.
Die Anzeige der Vorfälle ist ein Hinweis darauf, dass die Angriffe nicht als bloße Sachbeschädigung hingenommen werden. Für die Betroffenen geht es auch um die Frage, wie sicher sichtbares Engagement für Vielfalt im öffentlichen Raum noch ist.









