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Trockenheit bringt Oberösterreichs Bauern bei der Futterversorgung unter Druck

Redaktionelle Szene zum Thema „Trockenheit bringt Oberösterreichs Bauern bei der Futterversorgung unter Druck“

Die anhaltende Trockenheit macht Oberösterreichs Bauern die Futterversorgung für ihre Tiere zunehmend schwer. Auf vielen Wiesen wächst derzeit deutlich weniger Gras nach als üblich, manche Betriebe greifen bereits auf ihre Wintervorräte zurück oder müssen Futter zukaufen.

Besonders betroffen sind Viehhalter. Milchbauer Manfred Elsenhans aus Scharten im Bezirk Eferding berichtet, dass auf seinen Flächen derzeit kaum grünes Futter vorhanden sei. „Normalerweise füttern wir sie grün, also mit frischem Futter, aber da ist aktuell überhaupt nichts da“, sagte er. Für Betriebe mit Kühen ist das heikel, weil die Tiere täglich große Mengen benötigen.

Pflanzenkohle soll Wasser im Boden halten

Um besser mit trockenen Phasen umgehen zu können, setzt Elsenhans auch auf Maßnahmen im Boden. Er stellt unter anderem selbst Pflanzenkohle her. Sie soll helfen, Wasser und Nährstoffe länger im Erdreich zu speichern. Nach seiner Darstellung wirke das Material wie ein Schwamm: Nährstoffe und Wasser würden gebunden, die Verdunstung werde gebremst und die Pflanzen hätten länger Feuchtigkeit zur Verfügung.

Solche Methoden können die Folgen trockener Monate zwar abmildern, ersetzen Regen aber nicht. Die Landwirtschaft bleibt damit weiterhin von ausreichenden Niederschlägen abhängig. Für viele Betriebe verschärft die aktuelle Lage die ohnehin knappe Futterbilanz.

Luzerne wird als Alternative wichtiger

Auch andere Höfe suchen nach Wegen, die Versorgung mit Futter abzusichern. Auf einer Straußenfarm in Wels setzt man stärker auf Luzerne. Die Pflanze gilt wegen ihrer langen Wurzeln als vergleichsweise trockenheitsverträglich und wird immer häufiger als Bestandteil von Futtermischungen verwendet.

Die Nachfrage nach Luzerne-Pellets ist in der aktuellen Wetterlage deutlich gestiegen. Auf der Straußenfarm werden sie derzeit verstärkt eingesetzt, weil das Grünfutter auf den Flächen nicht in ausreichender Menge nachwächst. Nur die Weide für die Jungtiere wird künstlich bewässert, da deren Schnäbel für die Pellets noch zu klein sind.

Die Trockenheit trifft damit nicht nur den Ackerbau, sondern zunehmend auch die Tierhaltung. Wo früher saftige Wiesen standen, ist vielerorts trockener Boden zu sehen. Für viele Betriebe wird die Frage, wie sich Futterreserven sichern lassen, damit zu einer zentralen Aufgabe.

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