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Neue Chats der Identitären legen Verbindungen zur FPÖ offen

Redaktionelle Szene zum Thema „Neue Chats der Identitären legen Verbindungen zur FPÖ offen“

Neue Chat-Auswertungen aus dem Umfeld der Identitären Bewegung zeigen erneut Kontakte zwischen führenden Akteuren der rechtsextremen Gruppe und Politikern aus dem FPÖ-Umfeld. Nach den bereits veröffentlichten Recherchen zu Analysen, Kommunikationsauswertungen und internen Dokumenten wird damit ein weiteres Mal sichtbar, wie breit das Netzwerk von IB-Chef Martin Sellner in die Politik reicht.

Die nun bekannt gewordenen Unterlagen stammen aus unterschiedlichen Quellen und ergänzen die in den vergangenen Tagen öffentlich gewordenen Einblicke in die interne Kommunikation der Identitären. Im Mittelpunkt stehen Gespräche und Nachrichten, in denen mehrere bekannte Namen aus der FPÖ auftauchen, darunter Nationalratspräsident Walter Rosenkranz, der freiheitliche Europaabgeordnete Harald Vilimsky und Ex-FPÖ-Klubobmann Johann Gudenus.

Politische Kontakte über Jahre dokumentiert

Die Chats fügen sich in ein Bild, das schon länger diskutiert wird: Die Identitären bemühten sich nicht nur um öffentliche Aufmerksamkeit, sondern auch um direkten Zugang zu Politikern und Funktionären. Besonders Martin Sellner gilt seit Jahren als zentrale Figur dieses Netzwerks. Die nun ausgewerteten Nachrichten und Dokumente verdeutlichen, dass diese Kontakte nicht auf einzelne Begegnungen beschränkt waren, sondern über einen längeren Zeitraum gepflegt wurden.

Brisant ist auch der politische Kontext der Enthüllungen. Rosenkranz hatte zuletzt Identitäre Mitarbeiter im Parlament verteidigt und seine Position später wieder relativiert. Die neue Veröffentlichung dürfte den Druck auf jene Freiheitlichen erhöhen, die sich in der Vergangenheit von der Identitären Bewegung distanziert haben, zugleich aber immer wieder mit ihr in Verbindung gebracht wurden.

Mehrere Quellen, ein gemeinsames Muster

Die jetzt bekanntgewordenen Chats sind nicht isoliert zu betrachten. Sie stehen neben weiteren Auswertungen, die interne Abläufe der Identitären, ihre Kommunikation und ihre Verbindungen nach außen nachvollziehbar machen. Für die politische Debatte in Österreich ist das relevant, weil es die Frage erneut aufwirft, wie eng Schnittmengen zwischen der rechtsextremen Szene und Teilen des freiheitlichen Lagers tatsächlich sind.

Die Recherchen erweitern damit nicht nur das Wissen über die Identitären, sondern auch über die Wege, auf denen sie in politische Kreise hineinwirken konnten. Für die FPÖ ist das heikel, weil prominente Namen aus dem Parteiumfeld in den Chats auftauchen und damit der Eindruck entsteht, dass die Distanz zur Bewegung in der Praxis oft weniger klar war als in öffentlichen Stellungnahmen.

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