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Polens Aufschwung eröffnet Chancen für österreichische Unternehmen

Redaktionelle Szene zum Thema „Polens Aufschwung eröffnet Chancen für österreichische Unternehmen“

Die Übernahme der Santander Bank Polska durch die Erste Group ist nicht nur der größte Auslandsdeal eines österreichischen Unternehmens, sondern auch ein Signal für die wirtschaftliche Entwicklung in Polen. Erste-Group-Chef Peter Bosek sieht in dem anhaltenden Wachstum des Landes neue Geschäftschancen für heimische Firmen – vom Export über Zulieferungen bis zu Finanzdienstleistungen.

Polen hat sich in den vergangenen Jahren zu einem der dynamischsten Märkte in Mittel- und Osteuropa entwickelt. Getragen wird das Wachstum von einer robusten Binnenkonjunktur, steigenden Einkommen, Investitionen und einer breiten industriellen Basis. Für österreichische Unternehmen ist das Nachbarland längst mehr als ein Produktionsstandort: Es zählt zu den wichtigsten Absatzmärkten und Zielregionen für Direktinvestitionen.

Die Erste Group hat mit dem Einstieg bei Santander Bank Polska ihren strategischen Fußabdruck in dem Land deutlich vergrößert. Der Bankenkauf im Volumen von rund sieben Milliarden Euro verschafft dem Institut Zugang zu einem der größten und profitabelsten Bankenmärkte der Region. Für Bosek ist das auch ein Weg, am wirtschaftlichen Aufholprozess Polens stärker teilzuhaben.

Gerade für Unternehmen aus Österreich, die bereits in Polen vertreten sind, ergibt sich daraus ein doppelter Effekt: Sie profitieren von steigender Nachfrage und können zugleich auf ein dichteres Finanznetzwerk zurückgreifen. Besonders im Fokus stehen Branchen wie Industrie, Bau, Infrastruktur, Handel und Dienstleistungen. Die Nähe zu Österreich, die gute Logistik und die enge Verflechtung mit dem deutschen Markt machen Polen für viele Betriebe attraktiv.

Österreich zählt seit Jahren zu den wichtigsten Investoren in Polen. Zahlreiche Konzerne und Mittelständler betreiben dort Werke, Vertriebsniederlassungen oder Serviceeinheiten. Das starke Wachstum des Landes erhöht damit nicht nur die Umsätze vor Ort, sondern auch die Chancen für Zulieferer und Finanzierer in Österreich. Für Banken ist das Land zugleich interessant, weil der Modernisierungs- und Investitionsbedarf hoch bleibt.

Bosek verweist in diesem Zusammenhang auch auf neue Anlagechancen. Neben den Aktien der Erste Group selbst nennt er demnach auch weitere Werte, die er derzeit für interessant hält. Das unterstreicht, dass der polnische Markt aus Sicht der Finanzbranche nicht nur kurzfristig wächst, sondern strukturell an Bedeutung gewinnt.

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