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Israels Politiker attackieren kriegskritische Dokumentation NAZA

Redaktionelle Szene zum Thema „Israels Politiker attackieren kriegskritische Dokumentation NAZA“

In Israel geraten die Macher der kriegskritischen Dokumentation „NAZA“ unter massiven politischen Druck. Mehrere israelische Politiker fordern demnach, die Filmemacher Yuval Abraham und Rachel Szor aus dem Land auszubürgern. Auslöser ist der Film, der die Rolle der israelischen Armee im Gaza-Krieg kritisch beleuchtet.

Die Doku zeichnet ein Bild davon, dass die Armee in Gaza weniger Rücksicht auf Zivilisten genommen habe, als man erwarten würde. Genau diese Darstellung sorgt in Israel für Empörung, weil die Beschädigung des Rufs der Armee dort als Tabubruch gilt. Der Vorwurf gegen die Autoren lautet nicht nur, sie hätten das Militär in schlechtem Licht gezeigt, sondern sich damit gegen den Staat gestellt.

Zusätzliche Brisanz erhielt der Fall durch öffentliche Angriffe gegen die beiden Filmemacher. In der israelischen Stadt Ashdod wurden sie etwa in Graffiti als „Verräter“ bezeichnet. Auch aus rechtsextremen Kreisen kam Unterstützung für solche Drohungen. Der prominente israelische Rechtsextreme Mordechai David sprach auf Instagram davon, dass die Filmemacher „verfolgt werden“ würden, egal wohin sie gingen. Für diese Aussage erhielt er 12.000 Likes.

Der Streit zeigt, wie heftig in Israel über Krieg, Armee und öffentliche Kritik gerungen wird. Die Dokumentation trifft damit einen besonders sensiblen Punkt: Sie stellt nicht nur militärisches Vorgehen in Gaza infrage, sondern auch die Grenze dessen, was in Israel als zulässige Kritik gilt.

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