Ab August eröffnet in Neunkirchen das neue Szenelokal „Licht’n’stein“. Hinter dem Projekt stehen ein Stadtrat, ein Zahnarzt und ein erfahrener Gastronom, die gemeinsam auf ein Publikum setzen, das in der Bezirksstadt abends ein neues Angebot sucht.
Das Lokal soll die bestehende Szene in Neunkirchen ergänzen und sich als Treffpunkt für ein jüngeres wie auch ein gemischtes Publikum positionieren. Der Name „Licht’n’stein“ ist dabei bewusst als eigenständige Marke angelegt, mit der sich die Betreiber von klassischen Kaffeehaus- oder Wirtshauskonzepten abgrenzen wollen.
Gemeinsames Projekt aus Politik, Medizin und Gastronomie
Auffällig ist die Zusammensetzung der Betreibergruppe: Ein Kommunalpolitiker, ein Zahnarzt und ein Gastronom bündeln ihre Erfahrungen in einem gemeinsamen Lokalprojekt. Solche Konstellationen sind im regionalen Gastgewerbe zwar nicht ungewöhnlich, weil sie Kapital, Netzwerk und Branchenwissen zusammenbringen können. Gleichzeitig zeigt der Schritt, wie stark wirtschaftliche und unternehmerische Aktivitäten im Lokalbereich oft von persönlichen Kontakten und regionaler Verankerung abhängen.
Für Neunkirchen ist die Neueröffnung auch aus wirtschaftlicher Sicht relevant. Innenstädte und Bezirkszentren stehen seit Jahren unter Druck, wenn es um Frequenz, Gastronomie und Aufenthaltsqualität geht. Neue Lokale können hier Impulse setzen, wenn sie Gäste anziehen und zusätzliche Ausgehgründe schaffen. Ob sich das Konzept im Wettbewerb mit etablierten Betrieben durchsetzt, wird sich erst nach der Eröffnung zeigen.
Mit dem Start im August fällt die Eröffnung in eine Zeit, in der viele Gastronomiebetriebe auf gute Sommermonate und eine stabile Herbstsaison setzen. Für neue Lokale ist der Markt in kleineren Städten dabei besonders anspruchsvoll: Entscheidend sind ein klar erkennbares Konzept, verlässlicher Betrieb und genügend Stammgäste, die den Ort regelmäßig annehmen.
Das „Licht’n’stein“ will genau dort ansetzen und die Neunkirchner Lokalszene um einen neuen Treffpunkt erweitern.









