Ein neues Anlagemodell soll die private Pensionsvorsorge in Österreich günstiger machen. Der Vermögensverwalter Froots kombiniert dafür aktives Asset-Management mit einer Versicherungslösung. Für Pensionssparer sollen damit nach Unternehmensangaben sowohl laufende Gebühren als auch die Kapitalertragsteuer entfallen.
Der Vorstoß zielt auf ein Problem, das die private Vorsorge seit Jahren belastet: Kosten und Steuern schmälern die Rendite oft deutlich. Gerade bei langfristigen Sparformen wirken sich selbst vergleichsweise kleine Abzüge über die Jahre stark aus. Entsprechend groß ist der Druck, Modelle zu finden, die den Veranlagungserfolg weniger durch Gebühren auffressen lassen.
Auch der Hintergrund ist für die Debatte in Österreich relevant. Die staatliche Pension bleibt zwar die zentrale Säule des Systems, sie belastet aber schon heute das Budget erheblich. Im Jahr 2023 flossen 25,70 Milliarden Euro an Bundeszuschüssen in die Finanzierung der laufenden Pensionen. Das entsprach rund 23,5 Prozent der gesamten Budgetausgaben und 5,43 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.
Damit wächst der Stellenwert der privaten Vorsorge. Doch gerade dort ist die Kritik an hohen Kosten traditionell groß. Verwaltungsgebühren, Fondsaufwendungen und steuerliche Belastungen können die Wertentwicklung deutlich abschwächen. Der Ansatz von Froots setzt genau an dieser Stelle an und versucht, die klassische Trennung zwischen Veranlagung und Absicherung zu verbinden.
Für Sparer wäre das vor allem dann interessant, wenn die Konstruktion tatsächlich die angesprochene Entlastung bringt und die Nettorendite steigt. Ob sich das Modell im Markt durchsetzt, dürfte auch davon abhängen, wie transparent die Bedingungen sind und wie es im Vergleich zu bestehenden Vorsorgeprodukten abschneidet.









