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Neue Vorwürfe in der Causa Signa: Millionen verschoben und Bankbetrug geprüft

Redaktionelle Szene zum Thema „Neue Vorwürfe in der Causa Signa: Millionen verschoben und Bankbetrug geprüft“

In der Causa Signa stehen René Benko und mehrere frühere Mitarbeiter erneut unter Druck. Die Staatsanwaltschaft München I ermittelt im 18. Strang des Verfahrens wegen des Verdachts auf Untreue, Betrug und Kreditbetrug. Im Zentrum stehen Vorwürfe rund um die Finanzierung eines Münchner Signa-Projekts, bei der intern mehr als 300 Millionen Euro umgeschichtet worden sein sollen.

Nach den Angaben aus den Ermittlungen sollen bei der internen Finanzierung der Immobiliengruppe Gelder innerhalb des Signa-Konstrukts verschoben worden sein. Dabei verwenden die Ermittler auch den Begriff „Staubsauger“ für die Struktur, mit der Mittel innerhalb der Gruppe weitergereicht worden sein sollen. Die bayerischen Ermittler haben der Münchner Staatsanwaltschaft dazu zwei Berichte vorgelegt.

Verdacht auf Schaden bei der RBI

Zusätzlich steht ein möglicher Betrug an der Raiffeisen Bank International (RBI) im Raum. Benko und weitere frühere Signa-Verantwortliche sollen die Bank im Zusammenhang mit Krediten getäuscht haben. Welche Rolle die einzelnen Beschuldigten dabei konkret gespielt haben sollen, ist Teil der laufenden Ermittlungen.

Die Causa Signa entwickelt sich damit weiter zu einem der größten Wirtschafts- und Strafverfahren im deutschsprachigen Raum. Neben den österreichischen Ermittlungen haben vor allem die deutschen Behörden die Finanzierung einzelner Signa-Projekte in den Blick genommen. Für die Gläubiger, Banken und ehemaligen Geschäftspartner des inzwischen zusammengebrochenen Immobilienkonzerns bleibt die Aufarbeitung damit offen.

Signa war über Jahre mit einem komplexen Geflecht aus Gesellschaften, Projekten und Finanzierungen gewachsen. Nach dem Zusammenbruch des Konzerns rücken nun zunehmend die internen Geldflüsse in den Fokus der Ermittler. Die neuen Vorwürfe betreffen dabei nicht nur die Frage, ob Mittel innerhalb der Gruppe zweckwidrig eingesetzt wurden, sondern auch, ob Banken bei der Vergabe von Krediten über wesentliche Umstände getäuscht worden sein könnten.

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